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Die Galerie des Landkreises Rügen „GALERIE CIRCUS 1“ existiert seit 1995 als Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst. Seit 2001 ist der Kunstverein Rügen für ein wechselndes Programm von sechs Ausstellungen im Jahr verantwortlich.
Programm 2003
Grafische Belegsammlung des Druckers Andreas Trebs aus Berlin, der in der Durckwerkstatt Streupresse in Berlin - Weißensee für angesehene Künstler gedruckt hat. Mehr als 100 Blätter aus Sammlung, sowie 6 Künstlerbücher und Mappenwerke wurden kürzlich der Kulturstiftung Rügen als Schenkung übergeben. Das Konvolut bereichert sie durch grafische Arbeiten wichtiger Künstler einer jungen Generation und dokumentiert zugleich einen wichtigen Aspekt der alternativen Kunstpraxis in der DDR der achtziger Jahre. Mit dieser Ausstellung wird die Neuerwerbung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Lindner, 1901 in Hamburg geboren, emigrierte 1941 nach Amerika. Thema Lindners ist die moderne Vergnügungswelt, die er surrealistisch übersteigert und deren Automatisierung menschlicher Gefühle er kritisch hinterfragt. Gezeigt werden Arbeiten auf Papier dieses Vertreters des amerikanischen Hard Core-Pops.
Kleines Format im quadratischen Rahmen. Rahmen im Einheitsmass von 40 x 40 cm werden Künstlern für minimalistische Arbeiten zur Verfügung gestellt. Die Sammlung wächst mit jedem Ausstellungsprojekt. Auch zu dieser Ausstellung erhalten zehn Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern und aus Schweden Gelegenheit die akkumulative Sammlung zu erweitern. Die Sammlung im kleinen Format vermittelt eine grosse Vielfalt an Postionen, Handschriften, Materialien und Ideen.
Die erste Station einer retrospektiven Ausstellungsreihe mit Werken von Helmut Senf (*1933), der zu den namhaften Vertreters der Konkreten Kunst zählt. Zu DDR –Zeiten konnte die „gegenstandslose Kunst“ dem Formalismusverdacht entgehen, indem sie im angewandten Bereich Freiräume besetzte. Erstmalig wird durch Initiative des Vereins kunst projekte e.V. (Berlin) und in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein und weiterer Partner eine Werkübersicht erstellt. Geplant ist, die Ausstellung anschließend in erweiterter Form in Apolda und im Museum Junge Kunst Frankfurt/Oder zu zeigen.
Der Hamburger Künstler und Professor Franz Erhard Walther (*1939) ist internationale bekannt für seine genähten Objekte, die den Betrachter zu eigenem Umgang mit den Werken herausfordern. Diese Ausstellung zeigt Arbeiten auf Papier, die immer parallel dazu entstanden sind und anhand derer grundlegende Fragestellungen des wichtigen Verteters der „Process Art“, die den Prozess der Gestaltwerdung eines Werkes thematisiert, sichtbar werden.
Die Künstlerin aus Südkorea (*1967) zeigt ihre Tagebuchzeichnungen, die Nähe und Ferne zu ihrer neuen Heimat Deutschland mit einem pseudo-ethnografischen Blick reflektieren. In der modernen Präsentationsform als Rauminstallation bewegen sich die Werke auf den Betrachter zu: die Zeichnungen liegen auf Pulten, der Besucher blättert in ihnen wie in einem Tagebuch, zugleich spricht die Künstlerin eigene Texte, die von ihrer subjektiven Erfahrung der Begegnung mit deutschem Alltag angeregt wurden. An den Wänden werden weitere Zeichnungen wie Gedankenstützen ohne Rahmen präsentiert.
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