
Insel
Rügen - Vom 15. November bis 3. Januar 2009 werden in der
Landkreisgalerie in Putbus Zeichnungen und Malerei von Hiroko Nakajima
(Köln) präsentiert. Die Ausstellungseröffnung findet am 14. November um
19 Uhr statt.
Chinesische Schriftzeichen sind die Ausgangsformen für die Werke von
Hiroko Nakajima. Mag ihre Bedeutung anfangs als Motivation für ein Werk
mitbestimmen – während des Schaffensprozesses entfernt sich die
Künstlerin jedoch davon ebenso, wie von dem kanonischen Regelwerk der
japanischen Schriftkunst. Souverän überschreitet sie die kulturellen
Grenzen zwischen strengen asiatischen Schulen und informellen
Ausdrucksweisen des Westens nach 1950. Ihre oft großformatigen Werke
entstehen in einem spontanen und durchgehenden Schaffensprozess.

Sie werden zumeist in schwarzer Tusche auf Papier oder Acryl auf
Leinwand ausgeführt. Der Pinsel, manchmal kiloschwer, bestimmt das
Ergebnis mit. Spuren der Entstehung, wie Tropfen, Spritzer und der
Ansatz des Pinsels bleiben sichtbar und werden zum Medium eines
subjektiven körperlich erzeugten Ausdrucks. Die Werke Hiroko Nakajimas
vermitteln gestische Kraft und rhythmische Bewegung auf sehr
unmittelbare Weise. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl ihrer
Werkgruppen und zeigt das Video einer Performance, die ihre
Arbeitsweise vorstellt.
Hiroko Nakajima wurde 1948 in Osaka geboren und lebt seit 1958 in
Deutschland. Sie hat bei den bedeutenden Meistern Okabe Sofu (Tokyo)
und Morita Shiryou (Kyoto) die japanische Schriftkunst Sho und an der
Fachhochschule für Kunst und Design Köln Bildhauerei studiert. Zur
Eröffnung spricht Susanne Burmester.

Der
Förderverein Theater Putbus e.V. lädt ein: Konzert
zum Tag der Deutschen Einheit Freitag,
03. Oktober 2008, 19.30 Uhr,
Theater
Putbus - Eintritt
auf allen Plätzen zum FesttagsSonderpreis 11,50 Euro
- Trixi
G – „Akustik-Rock-Chanson mit deutschen Texten“
- Ein
musikalischer Leckerbissen der Extraklasse!
„Trixi
G“, ein Duo welches durch eine unglaubliche Liveperformance besticht, einer
einzigartigen Stimme (Beatrix Gerecke) und einem Gitarristen (Uwe Ducke) mit
unverwechselbarem Stil. Sie selbst nennen ihren Musikstil „Akustik-Rock-Chansons
mit deutschen Texten“. Es ist aber viel mehr, denn stilistisch findet man Blues-/
Rock-/ Pop-/ Punk-/ Folk-/ Jazz-/ und Soul-Elemente ebenso wie Typisches für
Lied und Chanson. Die beiden Musiker bieten eine Bühnenpräsenz, die
ihresgleichen sucht. Zwei Musiker sind fähig eine Bühne zu „füllen"
und die Zuhörer sprachlos zu machen. Mit Texten und Musik, die Gänsehaut
erzeugen, die jeden Zuhörer "treffen", Texte aus dem "wirklichen"
Leben, ungeschönt und ungeschminkt, werden dem Zuhörer die eigenen
Stärken und Schwächen, Ängste und Zweifel angetragen.

Die
Sängerin - ein Energiebündel, eine Powerfrau mit einer Stimme, die
allen Aussagen der anspruchsvollen Texte gerecht wird. Sie schmeichelt, sie
fleht und sie powert. Fragil und zart, kraftvoll und energisch singt sie sich
direkt in die Herzen der Zuhörer und rührt an deren Seelen. Der
Facettenreichtum des Gitarrenspiels und die Vielfalt der Klangfarben sind beeindruckend
und wirken nachhaltig! Die Gitarre unterstützt, hebt hervor, begleitet
und trägt die Stimme auf einzigartige musikalische Weise. Ihr Debüt
- Album "Lebenstrip" ist Anfang 2007 erschienen und zählt in
Insiderkreisen jetzt schon als Perle für Liebhaber akustischer Musik mit
einer überirdischen Stimme.
Die
Melodie&Rhythmus schreibt in der Märzausgabe 07 über die Musik
von Trixi G „..ein Aphrodisiakum für die Seele.“
Folkland
.de meint: „Eine starke akustische Gitarrenmusik mit einer noch stärkeren
Frauenstimme - Absolute Power mit deutschen Texten. Ein Muss für jeden
Liedermacher-Fan und für die, die es durch Trixi G´s Musik sein werden."
Erweitert
wird das Liverepertoire durch Eigenkreierte Versionen der Band „Silly“
(Tamara Danz) und G. Gundermann, welche „Trixi G“ mit eigenem Charme und aus
tiefster Seele in das Programm einfließen lässt.
Lassen
Sie sich verzaubern durch Trixi G.


Die Zahl, Der Zufall,
Das Spiel in der Galerie des Landkreises Rügen - 13
Künstler präsentieren Malerei,
Zeichnung, Objekt, Fotografie und Video
Ausstellung 2.
August bis 13. September 2008
Eröffnung
1. August um 19 Uhr
Preview
Rundgang mit den Künstlern 18.30 Uhr
kunst:thema
16. August um 16 Uhr
Die Ausstellung in der
Galerie des Landkreises vereint 13 Künstler, die sich thematisch
mit Zahlen, Zufall und Spiel befassen, und solche, bei denen Zufall
und Spiel authentischer Teil ihrer Arbeitsweise sind. Künstler
aus Berlin, Dresden, Dortmund, Leipzig, Kopenhagen und von der Insel
Rügen zeigen unter anderem Malerei, Zeichnung, Objekt,
Fotografie und Video.
Sebastian Hempels „Kicker“
ist ein interaktives Objekt aus Holz, Plexiglas und Akkuschraubern,
Nándor Angstenberger präsentiert sein irrwitziges Projekt
persönlicher Hitlisten. Julian Faulhabers Fotografien von
Sporthallen verknüpfen eine minimalistische Spielfeldästhetik
mit sinnlicher Darstellung, während René Lücks Bälle
aus gebrauchtem Jeansstoff durch die Galerieräume kugeln. Der
Rügener Lutz Grünke dokumentiert mit seinen Fotoarbeiten
den Witz zwanghafter Verknüpfungen von Bild und Text, mit denen
Tageszeitungen ihre Leser beschäftigen. Weitere Künstler
des Projekts sind Achim Beitz, Monika Brandmeier, Kristoffer
Hultenberg, Nicolas Manenti, Knut Müller Bosse Sudenburg, Hael
Yxxs und Sebastian Will, der soeben den Preis der Kulturstiftung
Rügen erhalten hat.
Der Künstler Klaus
Walter, der das ungewöhnliche Projekt kuratiert hat, geht davon
aus, dass Kunst immer in der Spannung von Kalkulation und Zufall
steht und daran arbeitet, die Wirklichkeit absichtslos beständig
neu arrangiert. Die Regeln dieses spielerischen Umgangs mit der Welt
sind für ihn selbst gesetzt und daher dem Spiel verwandt. Alle
Arbeiten des Ausstellungsprojektes „Die Zahl, Der Zufall, Das
Spiel“ erkennen an, dass weder die Kunst noch
das Spiel mit dem Leben gleichzusetzen sind. In welcher Weise beide
ihre Wirkung entfalten indem sie sich gerade vom Leben absetzen
können Besucher der Ausstellung auf vielgestaltige und sinnlich
amüsante Weise erleben.
Die Ausstellung in der
Galerie des Landkreises ist von Dienstag bis Sonnabend von 11 bis 17
Uhr zu sehen. Weitere Informationen unter www.kunstvereinruegen.de
und www.kunstorte-mv.de.
Beteiligte Künstler:
Nándor
Angstenberger (Berlin), Achim Beitz, Monika Brandmeier (Dresden),
Julian Faulhaber (Dortmund), Lutz Grünke (Rügen), Sebastian
Hempel (Dresden), Kristoffer Hultenberg (Kopenhagen), René
Lück (Berlin), Nicolas Manenti (Berlin), Knut Müller
(Leipzig), Bosse Sudenburg (Berlin), Sebastian Will (Rügen),
Hael Yxxs (Leipzig)

Sebastian Hempel, Kicker,
interaktives Objekt, Holz. Plexiglas, Akku-Schrauber 2005 (Courtesy
Galerie Baer, Dresden)
1.
August: Benefizkonzert zum 225. Geburtstag des Ortsgründers von Putbus
in unserem Theater
Insel
Rügen/Putbus - Die Putbusser feiern wieder den Fürstengeburtstag.
Wenn sich am 1. August um 20 Uhr der Vorhang des Inseltheaters öffnet,
dann erklingen Lieder, Arien und Intermezzi von Wolfgang Amadeus Mozart. Das
Weimarer Duo >con emozione< tritt auf Einladung des Fördervereins
Residenzstadt und Schlosspark Putbus mit seinem Mozartprogramm „Welche Wonne,
welche Lust…!“ auf und nimmt das Publikum musikalisch mit in die Zeit der Gründung
des Ortes. Nun haben sich Fürst Malte und Mozart nie gesehen, aber von
dem talentierten Komponisten wurden zahlreiche Stücke in dem 1819-21 erbauten
Schauspielhaus gespielt.
Das
Duo Liane und Norbert Fietzke sind keine Unbekannten auf der Insel. Bereits
im vergangenen Jahr eröffneten sie mit einem Rosenprogramm und ganz bekannten
Melodien rund um die Königin der Blumen das Schlossparkfest. Die Besucher
des bevorstehenden Konzertabends werden eine höchst vitale Interpretation
des heiteren Mozart erleben, aber auch die der Nachdenklichkeit und poetischen
Klangwelt. Bei der musikalischen Gestaltung geht es den beiden vor allem um
die Verdeutlichung der Textaussage. Dadurch bekommt der Vortrag eine intensive
Lebendigkeit und Nähe. Das ist brillant, vital und sensibel, ganz und gar
dem Namen des Duos >con emozione< entsprechend.

Anlass
für das jetzige Benefizkonzert ist der 225. Geburtstag des Fürsten
Wilhelm Malte (1783-1854) zu Putbus, der in würdiger Form begangen werden
soll. Zum vierten Mal lädt der Verein zu Konzert und Lesung ein, um über
Leben und Werk des Fürsten zu berichten. Während bislang seine vielen
unbekannten Reisen durch europäische Länder im Mittelpunkt standen,
stellen Vereinsmitglieder in diesem Jahr biografische Details aus dessen Leben
vor und sprechen unter der Fragestellung „Was ist von der Fürstenzeit in
Putbus und auf Rügen übrig geblieben?“ zugleich über „Maltes
Erben“.
Während
des Konzertes wird der Vereinsvorstand den diesjährigen Putbus-Preis für
besonderes Engagement in unserer Stadt überreichen. Im vergangenen Jahr
erhielt Karen Petzold den Preis für ihre unermütliche, ehrenamtliche
Arbeit in den Projekten des Fördervereins, beim Kulturstammtisch sowie
für das IT-College Putbus. Außerdem kürt die Rosenjury unter
Leitung von Gerhard Prill, dem Rosendoktor der Stadt, die schönste Rose
von Putbus und bewertet zugleich die Rosen auf den Plätzen 2 und 3. Zum
zweiten Mal haben sich die Rosenexperten im historischen Stadtkern auf die Suche
nach der Rose gemacht, die eine fantastische Ausstrahlung, Gesundheit und einen
perfekten Pflegezustand hat.
Eintrittskarten
können im Theater oder in der Stadtinformation Putbus sowie online unter
www.theater-putbus.de
käuflich erworben werden. Der Erlös des Konzertes wird für die
weitere Vereinsarbeit verwendet. Dieses Jahr soll davon ein Gutachten in Vorbereitung
der Zaunsanierung am Maltedenkmal im Putbusser Park mitfinanziert werden. Das
Expertenurteil über Zustand und Sanierungsbedarf bildet die Grundlage für
eine Sanierungsmaßnahme im kommenden Jahr.
Weitere
Informationen erhalten alle Interessierten auf der Homepage des Fördervereins
www.residenzstadt-putbus.de


Bedeutender Vertreter der konkreten Kunst im Kontext schwedischer Positionen
Noch bis zum 29. Juni präsentiert der Kunstverein Schloss Wiligrad eine Werkschau des Rügener Künstlers Helmut Senf.
Im Rahmen einer Ausstellung mit elf schwedischen Vertretern der
konkreten Kunst besetzt der gebürtige Thüringer eine Einzelposition.
Schon zu DDR Zeiten hat er sich unabhängig von staatspolitischen
Vorgaben der abstrakten Idee und der nicht-gegenständlichen Kunst
gewidmet. Seine künstlerische Haltung bezog er stets aus dem
innovativen Denken der Bauhaustradition – das Kunst und Handwerk als
gleichberechtigte Mittel zu einer umfassenden Gestaltung des Alltags
gesehen hat.
Helmut Senf, der in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiert und
heute auf Rügen lebt, studierte am Institut für künstlerische
Werkgestaltung Burg Giebichenstein in Halle und war viele Jahre als
Emailleur und Gürtler tätig. Seit 1962 ist er freischaffend in eigener
Werkstatt tätig. Unabhängig davon, ob er in Malerei, Druckgrafik, Email
oder Metallplastik arbeitet – stets sind seine Kompositionen
Reflektionen geistiger Prozesse und lebensweltlicher Zusammenhänge.
Seit 1990 wird sein Werk von Programmgalerien u. a. in Bielefeld,
Berlin und der Schweiz vertreten und er wird regelmäßig zu wichtigen
Ausstellungen der konkreten Kunst eingeladen.

Die aktuelle Ausstellung in Wiligrad bei Schwerin zeigt malerische
Kompositionen, darunter auch neueste Werke und Emailbilder auf Stahl -
seit vielen Jahren schon bilden diese einen herausragenden Werkkomplex
des Künstlers. Neben Einzelplastiken sind auch Modelle
dreidimensionaler Stahlplastik zu sehen. Deutschlandweit sind seine
Plastiken in öffentlichen Sammlungen vertreten oder wurden im Stadtraum
realisiert. Ein Besuch des neu gestalteten Kurparks im Ostseebad Baabe
auf Rügen lohnt sich auch, weil hier eine ausdrucksstarke Plastik von
Helmut Senf in einen spannungsreichen Dialog mit der gestalteten
Landschaft zu sehen ist. Im eigenen Schauraum in Sassnitz können
weitere Werke und die Werkstatt des Künstlers besichtigt werden.
Seit der Gründung 1991 engagiert sich der Kunstverein Schloss
Wiligrad immer wieder für die konkrete Kunst und hat schon zahlreiche
interessante Ausstellungen zum Thema organisiert. Die aktuelle
Exposition „Ausdruck – Position – Spuren. 10 schwedische Künstler“ und
die Werkschau zu Helmut Senf ist Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr
und Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Markus Willeke, If you were there, beware! Malerei
Eröffnung 6. Juni um 19 Uhr
Es spricht Stefan Rasche (Galerie Rasche Ripken Berlin)
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
preview Rundgang mit dem Künstler 18.30 Uhr
kunst:thema Ausstellungsgespräch 21. Juni 16 Uhr
Ausstellung 7. Juni bis 26. Juli 2008
“Abstraktion und Realismus sind für Markus Willeke keine
Widersprüche. Und der (…) behaupteten Autonomie der Künste setzt
Willeke eine konsequente Intermedialität entgegen, denn für ihn lässt
sich die spezifische Ausdruckskraft der Malerei erst in ihrer Differenz
zu anderen Künsten, insbesondere der Filmkunst ausloten. (…) Seine
Bilder zeigen Ränder und Grenzen, die Übergänge, Traversen und Schwellen zwischen unseren
vermeintlich gesicherten Alltagsräumen und ihrer latenten Bedrohung und
Verstörung, nicht zuletzt durch die Kunst selbst. In ihrer visuellen
Materialität zeugen sie von einer unheimlichen Präsenz eines abwesenden
Anderen.” (Achim Saupe).
Markus Willeke wurde 1971 in Recklinghausen geboren, er lebt und
arbeitet in Berlin. Nach seiner Beteiligung an der Ausstellung One Step
Further to the Edge, Platform China im Contemporary Art Institute in
Peking im vergangenen Jahr, wird sein Werk 2008 mit Einzelausstellungen
unter anderem im Kunstverein Marburg, in der Villa de Bank in Enschede
(NL) und im Kunstverein Wolfenbüttel vorgestellt.
Abbildung Markus Willeke, Schulbus (Jeepers creepers) 2007
Acryl auf Leinwand, 145 x 240 cm (Ausschnitt)
Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur des
Landes Mecklenburg-Vorpommern. Ein Projekt von Landkreis Rügen und
Kunstverein Rügen e. V.
Volumen 6. 02./03./04. August 2008 beim Sommerzauber in Putbus
Insel Rügen/Putbus - So wie sie machen es keine: Die gewitztesten
Vertreter des deutschsprachigen Chanson à texte präsentieren ihr
neuestes Programm. Espritgeladen und temporeich rappen, swingen und
schnurren sie sich durch die mitteleuropäische Gegenwart. Sie wagen
sich an Themen, an die sich sonst niemand herantraut.
Pulsierende Wortkaskaden: virtuos und treffsicher. Die ultimative
Abrechnung mit der IT-Branche, maulenden Rentnern und inkompetenten
Jungentscheidern. Pigor zetert, regt sich auf, über hustende Zuschauer,
über die Kevin-Generation, aber er singt auch den Blues des weißen
Mannes, der auf der Suche nach der verlorenen Zeit erkennt, dass er
sein Leben mit Kaffeeklatsch, Kindergeschwafel und Kleinkunst
vertrödelt hat.

Begleitet wird Pigor von seinem Pianisten Benedikt Eichhorn, der in
den letzten Programmen zuviel Oberwasser bekommen hatte und nun kräftig
eins übergebraten bekommt. Insbesondere wird ihm das hoffnungslos
gescheiterte “Volumen 5″ unter die Nase gerieben, das den absoluten
Tiefpunkt in der Geschichte des Duos darstellte. Diese unsäglich
schlechte Show mit dem Titel “Benedikt Eichhorn spielt auf, Pigor muss
folgen”, war aber auch der einzige Ausrutscher, den sich die mit den
höchsten deutschen und österreichischen Kabarettpreisen bedachten
Berliner Kult-Chansonniers bisher geleistet haben. Eichhorns
Stümpereien hatte Pigor nach der Vorpremiere in Clausthal-Zellerfeld
sofort unterbunden. Lachender Dritter im Dauerstreit ist Ulf, der sympathische DJ, der
einen Pianisten wie Benedikt Eichhorn, hat er ihn erst einmal
gesampelt, per Knopfdruck wegrationalisieren könnte. Wenn er wollte.
20.
Mai 2008 - Sommerzauber Varieté in Putbus - 15. Juli bis 22. August 2008
Insel
Rügen - Der Sommerzauber – das wissen alle auf Rügen – ist das schrillste,
furioseste, kurioseste, artistischste und fürstlichste Sommerfest der Insel.
So don’t miss Fürst van Bracht und seine unverwechselbare Verwandtschaft
mit ihrer brandneuen Show. Acht Berliner Artisten ergründen die Leichtigkeit
des Sommers: Akrobaten, Komiker, Luftprinzessinnen, Balletttänzer und Jongleure
bestechen das Publikum vor der einmaligen Kulisse des Putbuser Schlossparks
mit einer unkonventionellen Varieté-Show unter freiem Himmel.

Mit
dabei sind in diesem Jahr der französische Diabolo-Meister Gilles Le Leuch,
der mit seinen Auftritten im Wintergarten-Varieté zusammen mit Max Raabe
und dem Palastorchester bereits große Erfolge feierte, der ehemalige Solotänzer
der Berliner Staatsoper Jörg Lucas mit einer eigenwillig komischen Parodie
auf den berühmten Ballett-Klassiker „Schwanensee“ sowie die Luftartistin
Caroline Schroeck mit ihrer sinnlich weißen Nummer am Trapez – eine kraftvolle,
stille Luftmalerei.Unter der Leitung von Martin van Bracht hält die hochkarätig
besetzte Gruppe wieder zahlreiche artistische und zwerchfell-erschütternde
Überraschungen bereit: Rasante Jonglagen, atemberaubende Akrobatik-Darbietungen
am Boden und in der Luft sowie die unvergesslichen Auftritte der Clowns – ein
Showerlebnis Berliner Couleur, mal schrill, schräg und brüllend komisch,
mal poetisch und versponnen.
Für
den unverzichtbaren kulinarischen Genuss sorgt die frische Gastronomie des Gutshauses
Krimvitz.
Insel Rügen - Die aktuelle Ausstellung in der Galerie des
Landkreises in Putbus ist auch an Pfingstsonntag und Pfingstmontag
jeweils von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Gezeigt werden noch bis zum 31. Mai
Werke der Malerin Hilke Dettmers unter dem Titel “Jedes Ding hat einen
Namen”.
Die Künstlerin wurde 1969 in Oldenburg geboren und studierte an der
Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Werner Büttner und Cosima
von Bonin. Das Sujet der intensiven und zugleich subtilen Malerei von
Hilke Dettmers ist das Interieur oder ein städtisches Umfeld, das wie
ein solches aufgefasst wird. Absichtsvoll unprofessionell sammelt Hilke
Dettmers auf ihren Reisen unscharfe Aufnahmen von Dingen und Zuständen
ein, die sie anschließend malerisch bearbeitet. Dinge, die im Alltag
übersehn werden, transformiert sie zu bildwürdigen Motiven ihrer
Malerei.
Die Kunstwissenschaftler Nicole Büsing und Heiko Klaas konstatieren
ihrem Werk eine “ambivalente Ästhetik der Zweideutigkeit” mit
“atmosphärisch dichten Fixpunkten, die ihren Ausgangspunkt in ihrer
unmittelbaren Umgebung haben. (…) Was dabei entsteht, ist aber immer
nur eine ungefähre Nähe zwischen dem Objekt und seiner malerischen
Darstellung.”
Zur Ausstellung erschien in der Reihe “Signifikante Signaturen” und
herausgegeben von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung ein Katalogbuch
zum Werk der Künstlerin mit einem Text von Kornelia Röder, die als
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Staatlichen Museum Schwerin tätig
ist.


Insel
Rügen/Putbus - Die Galerie des Landkreises Rügen präsentiert in einer
neuen Ausstellung vom 16. Februar bis 29. März 2008 “Vier unabhängige
Positionen aktueller Kunst Skandinaviens” unter der Beteiligung
folgender Künstler:
Jesper Fabricius (Kopenhagen) – Collage, Künstlerbücher
Peter Johansson (Malmö) – Inszenierung, Fotodokumentation
Anders Kjellesvik (Oslo) – Videoinstallation
Michael Mørk (Kopenhagen) – Malerei
Jesper Fabricius, Filmemacher, Fotograf,
Kunst-Verleger (www.space-poetry.dk) und Herausgeber des Kunstmagazins
„Pist Protta“, das wohl einzigartig, nahezu ohne Text auskommt, wird in
der aktuellen Ausstellung als Collagist vorgestellt. Seine Cut-outs
werden regelmäßig in den „Kunsthaeften“ veröffentlicht. Trotz ihrer
leichten Anstößigkeit erfahren sie permanente finanzielle Unterstützung
durch den Staatlichen Dänischen Kunstrat. Seine Ausschnitte aus
Pornomagazinen der siebziger Jahre entwickeln in der seriellen
Verarbeitung eine unfreiwillige Komik. Unerfüllte Lust am Schauen sieht
Dinge, die nicht zu sehen sind, das wohlgeordnete Muster der
Ausschnitte formuliert im kleinen Format, die Kleinlichkeit der
Moralvorstellungen und die bigotte Welt von Verbot und Freizügigkeit.
Der international vertretene Künstler Peter Johansson,
ein Berserker der Schwedenfolklore, ist in der Ausstellung nur mit
einer seiner vielen Seiten vorgestellt. Seine Inszenierung „Little
Sweden“ ist eine grandiose Nestbeschmutzung. Politisch unkorrekt aber
legitimiert durch Selbstironie, die seinem gesamten Schaffen eigen ist.
Allein das Selbstportrait als durchgeknalltes Künstler-Genie auf dem
Titel seines aktuellen Kataloges beweist es. Johansson bezweifelt
alles, was ihm vor die Augen kommt, und eben auch, ob kahl geschorene
Jungs per se böse sind. Mit fast väterlicher Attitüde lässt er diese
durch die von ihm entworfene Szene tollen und meint doch nur, „die
beißen nicht, die wollen nur spielen“. Auf diese Weise spielt er mit
unseren Seherfahrungen und unseren Ängsten.
Michael Mørk -der Ästhet und
Bildraum-Raumbildner, hat seine 70er-Jahre-Küche zerlegt und arbeitet
sich an der Reparatur der Schubladen-Fronten und Türblenden ab. Das ist
keine Farbfeldmalerei, das ist „Störfeldmalerei“, das sind schwer
einzuordnende, dem Fehler hinterher hinkende Untersuchungsanordnungen,
die konsequent durchgearbeitet werden. Dass der Plan nicht aufgeht, ist
der Plan und wird vom Künstler treffend und widersprüchlich „Deeply
superficial“ bezeichnet. Mørk treibt damit ein subtiles intellektuelles
Spiel mit dem, was der Betrachter vielleicht nicht weiß, über den Kult
um dänisches Design, über amerikanische Minimal-Art, oder über
Concept-Painting.
Anders Kjellesvik, der jüngste hier
vertretene Skandinavier, zeigt eine Video-Installation auf sieben
Monitoren. Filme, wie flüchtig mit dem Handy gefilmt, Notizen aus dem
Tagebuch eines modernen Nomaden, vergleichbar den Skizzen, mit denen
sich Künstler seit Jahrhunderten auf ihr Werk vorbereiten. Die Szenen
aus dem Leben eines jungen Menschen zeigen zwar
eindeutige Handlungen, sind aber kaum geographisch zu lokalisieren. Sie
dokumentieren eher die Rastlosigkeit einer neuen Generation von
globalisierten Weltenwechslern, die wie der Künstler selbst und
selbstverständlich zwischen Oslo und Berlin, zwischen Paris und Sydney
pendeln – „Spin Off (Seven Days)“ so der Titel der Installation. (Knut
Hartwich)
Die Austellung ist geöffnet Dienstags bis Samstags 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
13. Februar 2008 -
"TUSCULUM" Putbus schließt
Putbus - Am 18. Dezember 2007 fand im TUSCULUM ein
Gespräch zwischen Heinz Nied und Till Jaich, dem Sohn des Vermieters, statt.
Dieser sagte, nach seiner Auffassung bestehe ein Mietvertrag mit dem
„Tusculum-Verein zur Förderung von Kultur e.V.“ bereits seit dem 31. Dezember
2006 nicht mehr. Dem Verein könne binnen 6 Wochen gekündigt werden, sobald ein
Mieter gefunden werde, der eine weit höhere Jahresmiete zu zahlen bereit wäre.
Heinz Nied, Vorsitzender des „Tusculum-Vereins“, bat Till Jaich, sein Ansinnen
schriftlich an den Vorstand zu richten.
Daraufhin wurde in einem Brief vom 7. Januar 2008 die Bitte geäußert, unter
anderem folgende „Änderungen bzw. Ergänzung“ des Mietvertrags durch Unterschrift
zu bestätigen: „Der Vermieter hat das Recht, den Vertrag ohne das Vorliegen
besonderer Gründe mit einer Frist von 4 Wochen zu kündigen“. - Für den
gemeinnützigen Tusculum-Verein war dieses Ansinnen unannehmbar und der Vorstand
teilte dies Till Jaich, der in Vertretung seines Vaters handelte, unverzüglich
mit. In dessen Brief vom 31. Januar 2008 sprach der Eigentümer des Anwesens
Alleestraße 5, Ingo Jaich, nun persönlich die „Kündigung des Mietverhältnisses“
aus. Und zwar mit einer 8-Wochenfrist zum 31.03.2008 „hilfsweise zum
nächstzulässigen Zeitpunkt“, wie er wörtlich formulierte.
Bisher überwies der Verein die Jahresmiete stets im Voraus. Seit 2007 besteht
eine stillschweigende Mietverlängerung, zumal die Vermieterseite dem Fortbestand
nie widersprochen hat. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch ist eine Kündigung zum
30. September 2008 möglich und jetzt wirksam. Das bedauert der Tusculum-Verein
sehr, denn das bedeutet für ihn, dass er dann keine Bleibe mehr hat. Das
„Tusculum“ steht dadurch nach fast acht Jahren in Putbus auf Rügen vor dem Aus.
Am 9. Februar 2004 wurde der gemeinnützige „Tusculum-Verein zur Förderung von
Kultur e.V.“ gegründet. Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" in Artikel
2 ist in der Satzung formuliert und die "Philosophie der positiven
Menschlichkeit und des achtungsvollen miteinander Umgehens". Diesem Wortlaut und
Gedankengut fühlen sich die Gründungsmitglieder verpflichtet. Gleiches gilt für
die im Lauf der letzten vier Jahre dazu gekommenen Mitglieder.
Hier eine Auswahl der einstimmig beschlossenen Aufgaben, die in der
Vereinssatzung formuliert sind:
„Förderung von Kultur im weitesten Sinn, positiver Menschlichkeit und
achtungsvollem miteinander Umgehen, der "Rü-Gen"-Idee von Heinz Nied, Förderung
von Mares und der Bemühungen um die Erhaltung der "Sammlung Barbara und Heinz
Nied, Wolf Hildebrandt (Hil) 1906-1999 - Ein Bauhäusler fand seinen eigenen
Weg". Der Erhalt vom "TUSCULUM", der Veranstaltungs- und Begegnungsstätte, als
Ort für Kunst, Kultur und zum Wohlfühlen für Menschen war ein weiteres
Anliegen.
Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, die in im TUSCULUM
stattfinden sollen.
Förderung der angestrebten Zusammenarbeit mit regionalen Kulturträgern -
insbesondere auch mit Kultureinrichtungen anderer Staaten und/oder der
Europäischen Union mit dem Schwerpunkt der benachbarten Staaten.“
Geht es weiter? Ja! Denn der „Tusculum-Verein“ bleibt bestehen und mit der
Kündigung der Räume in der Alleestraße 5, gegenüber der Orangerie von Putbus,
ist nur der Ort gekündigt. Vielleicht findet sich ein Interessent, der geeignete
Räumlichkeiten hat, oder das TUSCULUM in seiner Gemeinde ansiedeln möchte. Dann
könnte das einzige „Zimmertheater für Rezitation“ auf der Insel Rügen weiter
bestehen. Die Mitglieder vom „Tusculum-Verein zur Förderung von Kultur e.V.“
hoffen auf geeignete Angebote. Ansonsten verliert die Insel Rügen eine bei
Bewohnern und Gästen seit Jahren beliebte Einrichtung.
27. Januar 2008 -
Aufgestiegen
Zum
1. Januar 2008 wurde Susanne Burmester in den Vorstand des Verbandes
der Kunstmuseen und Kunstinsitutionen Mecklenburg-Vorpommern gewählt.
Als Galeristin und Vorstandsmitglied des Kunstvereins Rügen e. V. wird
sie dort dort die Kunstinteressen des Bundeslandes vertreten. Unter dem Vorsitz von Dr. Merete Cobarg, der Leiterin der
Kunstsammlungen Neubrandenburg und gemeinsam mit den
Vorstandsmitgliedern Prof. Kornelia von Berswordt-Wallrabe, Direktorin
der Staatlichen Museen Schwerin, Miro Zahra, Leiterin des
Künstlerhauses Schloss Plüschow, sowie Hubert Schwarz von Galerie
Schwarz aus Greifswald übernimmt der Verband die Aufgabe, die
Bedingungen für Kunst und Künstler in Mecklenburg-Vorpommern zu
verbessern.
In Verband der Kunstmuseen und Kunstinstitutionen sind derzeit 34
Museen, Institutionen und Galerien organisiert. Neben seinem
kulturpolitischen Engagement gibt der Verband regelmäßig das
überregionale Informationsfaltblatt “Kunst-Orte-Termine” heraus und
stellt seine Mitglieder und ihre aktuellen Veranstaltungen auf der
Website www.kunstorte-mv.de vor Die studierte Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Susanne Burmester,
die auch Mitorganisatorin von Kunstfest Rügen ist, nimmt die Aufgabe
gerne an, um die Netzwerksbildung im Bundesland zu stärken. Damit
wehren sich professionelle Kunsteinrichtungen strategisch gegen den
Abbau von kultureller Vielfalt und den finanziellen Druck auf
professionell arbeitende Einrichtungen, die seit Jahren kontinuierlich
das kulturelle Profil des Landes stärken.
Am 24. Januar war der Vorstand zu einer Informationsveranstaltung
mit Obleuten des Ausschusses für Wissenschaft, Bildung und Kultur in
Schwerin eingeladen. Vor Vertretern aller Fraktionen haben die
Vorstandsmitglieder dort die Arbeit des Verbandes vorgestellt und
aktuelle Fragestellungen mit den Ausschussmitgliedern diskutiert.