13.. November   2008  - Neue Ausstellung in der Landkreisgalerie

Insel Rügen - Vom 15. November bis 3. Januar 2009 werden in der Landkreisgalerie in Putbus Zeichnungen und Malerei von Hiroko Nakajima (Köln) präsentiert. Die Ausstellungseröffnung findet am 14. November um 19 Uhr statt.

Chinesische Schriftzeichen sind die Ausgangsformen für die Werke von Hiroko Nakajima. Mag ihre Bedeutung anfangs als Motivation für ein Werk mitbestimmen – während des Schaffensprozesses entfernt sich die Künstlerin jedoch davon ebenso, wie von dem kanonischen Regelwerk der japanischen Schriftkunst. Souverän überschreitet sie die kulturellen Grenzen zwischen strengen asiatischen Schulen und informellen Ausdrucksweisen des Westens nach 1950. Ihre oft großformatigen Werke entstehen in einem spontanen und durchgehenden Schaffensprozess.

Sie werden zumeist in schwarzer Tusche auf Papier oder Acryl auf Leinwand  ausgeführt. Der Pinsel, manchmal kiloschwer, bestimmt das Ergebnis mit. Spuren der Entstehung, wie Tropfen, Spritzer und der Ansatz des Pinsels bleiben sichtbar und werden zum Medium eines subjektiven körperlich erzeugten Ausdrucks. Die Werke Hiroko Nakajimas vermitteln gestische Kraft und rhythmische Bewegung auf sehr unmittelbare Weise. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl ihrer Werkgruppen und zeigt das Video einer Performance, die ihre Arbeitsweise vorstellt.

Hiroko Nakajima wurde 1948 in Osaka geboren und lebt seit 1958 in Deutschland. Sie hat bei den bedeutenden Meistern Okabe Sofu (Tokyo) und Morita Shiryou (Kyoto) die japanische Schriftkunst Sho und an der Fachhochschule für Kunst und Design Köln Bildhauerei studiert. Zur Eröffnung spricht Susanne Burmester.

13.. November   2008  - Vortrag in Sassnitz

 

25.. September   2008  - Konzert zum Tag der Deutschen Einheit

Der Förderverein Theater Putbus e.V. lädt ein: Konzert zum Tag der Deutschen Einheit  Freitag, 03. Oktober 2008, 19.30 Uhr, Theater Putbus - Eintritt auf allen Plätzen zum FesttagsSonderpreis 11,50 Euro

Trixi G – „Akustik-Rock-Chanson mit deutschen Texten“
Ein musikalischer Leckerbissen der Extraklasse!

„Trixi G“, ein Duo welches durch eine unglaubliche Liveperformance besticht, einer einzigartigen Stimme (Beatrix Gerecke) und einem Gitarristen (Uwe Ducke) mit unverwechselbarem Stil. Sie selbst nennen ihren Musikstil „Akustik-Rock-Chansons mit deutschen Texten“. Es ist aber viel mehr, denn stilistisch findet man Blues-/ Rock-/ Pop-/ Punk-/ Folk-/ Jazz-/ und Soul-Elemente ebenso wie Typisches für Lied und Chanson. Die beiden Musiker bieten eine Bühnenpräsenz, die ihresgleichen sucht. Zwei Musiker sind fähig eine Bühne zu „füllen" und die Zuhörer sprachlos zu machen. Mit Texten und Musik, die Gänsehaut erzeugen, die jeden Zuhörer "treffen", Texte aus dem "wirklichen" Leben, ungeschönt und ungeschminkt, werden dem Zuhörer die eigenen Stärken und Schwächen, Ängste und Zweifel angetragen.

Die Sängerin - ein Energiebündel, eine Powerfrau mit einer Stimme, die allen Aussagen der anspruchsvollen Texte gerecht wird. Sie schmeichelt, sie fleht und sie powert. Fragil und zart, kraftvoll und energisch singt sie sich direkt in die Herzen der Zuhörer und rührt an deren Seelen.  Der Facettenreichtum des Gitarrenspiels und die Vielfalt der Klangfarben sind beeindruckend und wirken nachhaltig! Die Gitarre unterstützt, hebt hervor, begleitet und trägt die Stimme auf einzigartige musikalische Weise. Ihr Debüt - Album "Lebenstrip" ist Anfang 2007 erschienen und zählt in Insiderkreisen jetzt schon als Perle für Liebhaber akustischer Musik mit einer überirdischen Stimme.

Die Melodie&Rhythmus schreibt in der Märzausgabe 07 über die Musik von Trixi G „..ein Aphrodisiakum für die Seele.“

Folkland .de meint: „Eine starke akustische Gitarrenmusik mit einer noch stärkeren Frauenstimme - Absolute Power mit deutschen Texten. Ein Muss für jeden Liedermacher-Fan und für die, die es durch Trixi G´s Musik sein werden."

Erweitert wird das Liverepertoire  durch Eigenkreierte Versionen der Band „Silly“ (Tamara Danz) und G. Gundermann, welche „Trixi G“ mit eigenem Charme und aus tiefster Seele in das Programm einfließen lässt.

Lassen Sie sich verzaubern durch Trixi G.

15.. September   2008  - Neue Ausstellung in der Landkreisgalerie Rügen

 

01. August   2008    -    4.  Gingster Lese

 

24. Juli   2008  - Neue Ausstellung in der Landkreisgalerie Rügen

Die Zahl, Der Zufall, Das Spiel in der Galerie des Landkreises Rügen - 13 Künstler präsentieren Malerei, Zeichnung, Objekt, Fotografie und Video

Ausstellung 2. August bis 13. September 2008

Eröffnung 1. August um 19 Uhr

Preview Rundgang mit den Künstlern 18.30 Uhr

kunst:thema 16. August um 16 Uhr

Die Ausstellung in der Galerie des Landkreises vereint 13 Künstler, die sich thematisch mit Zahlen, Zufall und Spiel befassen, und solche, bei denen Zufall und Spiel authentischer Teil ihrer Arbeitsweise sind. Künstler aus Berlin, Dresden, Dortmund, Leipzig, Kopenhagen und von der Insel Rügen zeigen unter anderem Malerei, Zeichnung, Objekt, Fotografie und Video.

Sebastian Hempels „Kicker“ ist ein interaktives Objekt aus Holz, Plexiglas und Akkuschraubern, Nándor Angstenberger präsentiert sein irrwitziges Projekt persönlicher Hitlisten. Julian Faulhabers Fotografien von Sporthallen verknüpfen eine minimalistische Spielfeldästhetik mit sinnlicher Darstellung, während René Lücks Bälle aus gebrauchtem Jeansstoff durch die Galerieräume kugeln. Der Rügener Lutz Grünke dokumentiert mit seinen Fotoarbeiten den Witz zwanghafter Verknüpfungen von Bild und Text, mit denen Tageszeitungen ihre Leser beschäftigen. Weitere Künstler des Projekts sind Achim Beitz, Monika Brandmeier, Kristoffer Hultenberg, Nicolas Manenti, Knut Müller Bosse Sudenburg, Hael Yxxs und Sebastian Will, der soeben den Preis der Kulturstiftung Rügen erhalten hat.

Der Künstler Klaus Walter, der das ungewöhnliche Projekt kuratiert hat, geht davon aus, dass Kunst immer in der Spannung von Kalkulation und Zufall steht und daran arbeitet, die Wirklichkeit absichtslos beständig neu arrangiert. Die Regeln dieses spielerischen Umgangs mit der Welt sind für ihn selbst gesetzt und daher dem Spiel verwandt. Alle Arbeiten des Ausstellungsprojektes „Die Zahl, Der Zufall, Das Spiel“ erkennen an, dass weder die Kunst noch das Spiel mit dem Leben gleichzusetzen sind. In welcher Weise beide ihre Wirkung entfalten indem sie sich gerade vom Leben absetzen können Besucher der Ausstellung auf vielgestaltige und sinnlich amüsante Weise erleben.

Die Ausstellung in der Galerie des Landkreises ist von Dienstag bis Sonnabend von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Weitere Informationen unter www.kunstvereinruegen.de und www.kunstorte-mv.de.

Beteiligte Künstler:

Nándor Angstenberger (Berlin), Achim Beitz, Monika Brandmeier (Dresden), Julian Faulhaber (Dortmund), Lutz Grünke (Rügen), Sebastian Hempel (Dresden), Kristoffer Hultenberg (Kopenhagen), René Lück (Berlin), Nicolas Manenti (Berlin), Knut Müller (Leipzig), Bosse Sudenburg (Berlin), Sebastian Will (Rügen), Hael Yxxs (Leipzig)

Sebastian Hempel, Kicker, interaktives Objekt, Holz. Plexiglas, Akku-Schrauber 2005 (Courtesy Galerie Baer, Dresden)

24. Juli   2008  - „Fürst Malte trifft Mozart“

1. August: Benefizkonzert zum 225. Geburtstag des Ortsgründers von Putbus in unserem Theater

Insel Rügen/Putbus - Die Putbusser feiern wieder den Fürstengeburtstag. Wenn sich am 1. August um 20 Uhr der Vorhang des Inseltheaters öffnet, dann erklingen Lieder, Arien und Intermezzi von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Weimarer Duo >con emozione< tritt auf Einladung des Fördervereins Residenzstadt und Schlosspark Putbus mit seinem Mozartprogramm „Welche Wonne, welche Lust…!“ auf und nimmt das Publikum musikalisch mit in die Zeit der Gründung des Ortes. Nun haben sich Fürst Malte und Mozart nie gesehen, aber von dem talentierten Komponisten wurden zahlreiche Stücke in dem 1819-21 erbauten Schauspielhaus gespielt.

Das Duo Liane und Norbert Fietzke sind keine Unbekannten auf der Insel. Bereits im vergangenen Jahr eröffneten sie mit einem Rosenprogramm und ganz bekannten Melodien rund um die Königin der Blumen das Schlossparkfest. Die Besucher des bevorstehenden Konzertabends werden eine höchst vitale Interpretation des heiteren Mozart erleben, aber auch die der Nachdenklichkeit und poetischen Klangwelt. Bei der musikalischen Gestaltung geht es den beiden vor allem um die Verdeutlichung der Textaussage. Dadurch bekommt der Vortrag eine intensive Lebendigkeit und Nähe. Das ist brillant, vital und sensibel, ganz und gar dem Namen des Duos >con emozione< entsprechend.

Anlass für das jetzige Benefizkonzert ist der 225. Geburtstag des Fürsten Wilhelm Malte (1783-1854) zu Putbus, der in würdiger Form begangen werden soll. Zum vierten Mal lädt der Verein zu Konzert und Lesung ein, um über Leben und Werk des Fürsten zu berichten. Während bislang seine vielen unbekannten Reisen durch europäische Länder  im Mittelpunkt standen, stellen Vereinsmitglieder in diesem Jahr biografische Details aus dessen Leben vor und sprechen unter der Fragestellung „Was ist von der Fürstenzeit in Putbus und auf Rügen übrig geblieben?“ zugleich über „Maltes Erben“.

Während des Konzertes wird der Vereinsvorstand den diesjährigen Putbus-Preis für besonderes Engagement in unserer Stadt überreichen. Im vergangenen Jahr erhielt Karen Petzold den Preis für ihre unermütliche, ehrenamtliche Arbeit in den Projekten des Fördervereins, beim Kulturstammtisch sowie für das IT-College Putbus. Außerdem kürt die Rosenjury unter Leitung von Gerhard Prill, dem Rosendoktor der Stadt, die schönste Rose von Putbus und bewertet zugleich die Rosen auf den Plätzen 2 und 3. Zum zweiten Mal haben sich die Rosenexperten im historischen Stadtkern auf die Suche nach der Rose gemacht, die eine fantastische Ausstrahlung, Gesundheit und einen perfekten Pflegezustand hat.

Eintrittskarten können im Theater oder in der Stadtinformation Putbus sowie online unter www.theater-putbus.de käuflich erworben werden. Der Erlös des Konzertes wird für die weitere Vereinsarbeit verwendet. Dieses Jahr soll davon ein Gutachten in Vorbereitung der Zaunsanierung am Maltedenkmal im Putbusser Park mitfinanziert werden. Das Expertenurteil über Zustand und Sanierungsbedarf bildet die Grundlage für eine Sanierungsmaßnahme im kommenden Jahr.

Weitere Informationen erhalten alle Interessierten auf der Homepage des Fördervereins www.residenzstadt-putbus.de

23. Juni   2008  - Ausstellung Prora "Erinnerung bewahren"

16. Juni 2008  -  Helmut Senf stellt im Kunstverein Schloss Wiligrad aus

Bedeutender Vertreter der konkreten Kunst im Kontext schwedischer Positionen

Noch bis zum 29. Juni präsentiert der Kunstverein Schloss Wiligrad eine Werkschau des Rügener Künstlers Helmut Senf. Im Rahmen einer Ausstellung mit elf schwedischen Vertretern der konkreten Kunst besetzt der gebürtige Thüringer eine Einzelposition. Schon zu DDR Zeiten hat er sich unabhängig von staatspolitischen Vorgaben der abstrakten Idee und der nicht-gegenständlichen Kunst gewidmet. Seine künstlerische Haltung bezog er stets aus dem innovativen Denken der Bauhaustradition – das Kunst und Handwerk als gleichberechtigte Mittel zu einer umfassenden Gestaltung des Alltags gesehen hat.

Helmut Senf, der in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiert und heute auf Rügen lebt, studierte am Institut für künstlerische Werkgestaltung Burg Giebichenstein in Halle und war viele Jahre als Emailleur und Gürtler tätig. Seit 1962 ist er freischaffend in eigener Werkstatt tätig. Unabhängig davon, ob er in Malerei, Druckgrafik, Email oder Metallplastik arbeitet – stets sind seine Kompositionen Reflektionen geistiger Prozesse und lebensweltlicher Zusammenhänge. Seit 1990 wird sein Werk von Programmgalerien u. a. in Bielefeld, Berlin und der Schweiz vertreten und er wird regelmäßig zu wichtigen Ausstellungen der konkreten Kunst eingeladen.

Die aktuelle Ausstellung in Wiligrad bei Schwerin zeigt malerische Kompositionen, darunter auch neueste Werke und Emailbilder auf Stahl - seit vielen Jahren schon bilden diese einen herausragenden Werkkomplex des Künstlers. Neben Einzelplastiken sind auch Modelle dreidimensionaler Stahlplastik zu sehen. Deutschlandweit sind seine Plastiken in öffentlichen Sammlungen vertreten oder wurden im Stadtraum realisiert. Ein Besuch des neu gestalteten Kurparks im Ostseebad Baabe auf Rügen lohnt sich auch, weil hier eine ausdrucksstarke Plastik von Helmut Senf in einen spannungsreichen Dialog mit der gestalteten Landschaft zu sehen ist. Im eigenen Schauraum in Sassnitz können weitere Werke und die Werkstatt des Künstlers besichtigt werden.

Seit der Gründung 1991 engagiert sich der Kunstverein Schloss Wiligrad immer wieder für die konkrete Kunst und hat schon zahlreiche interessante Ausstellungen zum Thema organisiert. Die aktuelle Exposition „Ausdruck – Position – Spuren. 10 schwedische Künstler“ und die Werkschau zu Helmut Senf ist Montag bis Freitag  von 10 bis 18 Uhr und Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

02. Juni 2008  -  Neue Ausstellung in der Landkreisgalerie Rügen

Markus Willeke, If you were there, beware! Malerei

Eröffnung 6. Juni um 19 Uhr
Es spricht Stefan Rasche (Galerie Rasche Ripken Berlin)
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

preview Rundgang mit dem Künstler 18.30 Uhr
kunst:thema  Ausstellungsgespräch 21. Juni 16 Uhr
Ausstellung 7. Juni bis 26. Juli 2008

“Abstraktion und Realismus sind für Markus Willeke keine Widersprüche. Und der (…) behaupteten Autonomie der Künste setzt Willeke eine konsequente Intermedialität entgegen, denn für ihn lässt sich die spezifische Ausdruckskraft der Malerei erst in ihrer Differenz zu anderen Künsten, insbesondere der Filmkunst ausloten. (…) Seine Bilder zeigen Ränder und Grenzen, die Übergänge, Traversen und Schwellen zwischen unseren vermeintlich gesicherten Alltagsräumen und ihrer latenten Bedrohung und Verstörung, nicht zuletzt durch die Kunst selbst. In ihrer visuellen Materialität zeugen sie von einer unheimlichen Präsenz eines abwesenden Anderen.” (Achim Saupe).

Markus Willeke wurde 1971 in Recklinghausen geboren, er lebt und arbeitet in Berlin. Nach seiner Beteiligung an der Ausstellung One Step Further to the Edge, Platform China im Contemporary Art Institute in Peking im vergangenen Jahr, wird sein Werk 2008 mit Einzelausstellungen unter anderem im Kunstverein Marburg, in der Villa de Bank in Enschede (NL) und im Kunstverein Wolfenbüttel vorgestellt.

Abbildung Markus Willeke, Schulbus (Jeepers creepers) 2007

Acryl auf Leinwand, 145 x 240 cm (Ausschnitt)

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Ein Projekt von Landkreis Rügen und Kunstverein Rügen e. V.

22. Mai 2008 - Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten.

Volumen 6. 02./03./04. August 2008 beim Sommerzauber in Putbus

Insel Rügen/Putbus - So wie sie machen es keine: Die gewitztesten Vertreter des deutschsprachigen Chanson à texte präsentieren ihr neuestes Programm. Espritgeladen und temporeich rappen, swingen und schnurren sie sich durch die mitteleuropäische Gegenwart. Sie wagen sich an Themen, an die sich sonst niemand herantraut.

Pulsierende Wortkaskaden: virtuos und treffsicher. Die ultimative Abrechnung mit der IT-Branche, maulenden Rentnern und inkompetenten Jungentscheidern. Pigor zetert, regt sich auf, über hustende Zuschauer, über die Kevin-Generation, aber er singt auch den Blues des weißen Mannes, der auf der Suche nach der verlorenen Zeit erkennt, dass er sein Leben mit Kaffeeklatsch, Kindergeschwafel und Kleinkunst vertrödelt hat.

Pigor singt

Begleitet wird Pigor von seinem Pianisten Benedikt Eichhorn, der in den letzten Programmen zuviel Oberwasser bekommen hatte und nun kräftig eins übergebraten bekommt. Insbesondere wird ihm das hoffnungslos gescheiterte “Volumen 5″ unter die Nase gerieben, das den absoluten Tiefpunkt in der Geschichte des Duos darstellte. Diese unsäglich schlechte Show mit dem Titel “Benedikt Eichhorn spielt auf, Pigor muss folgen”, war aber auch der einzige Ausrutscher, den sich die mit den höchsten deutschen und österreichischen Kabarettpreisen bedachten Berliner Kult-Chansonniers bisher geleistet haben. Eichhorns Stümpereien hatte Pigor nach der Vorpremiere in Clausthal-Zellerfeld sofort unterbunden. Lachender Dritter im Dauerstreit ist Ulf, der sympathische DJ, der einen Pianisten wie Benedikt Eichhorn, hat er ihn erst einmal gesampelt, per Knopfdruck wegrationalisieren könnte. Wenn er wollte.

20. Mai 2008 - Sommerzauber Varieté in Putbus - 15. Juli bis 22. August 2008

Insel Rügen - Der Sommerzauber – das wissen alle auf Rügen – ist das schrillste, furioseste, kurioseste, artistischste und fürstlichste Sommerfest der Insel. So don’t miss Fürst van Bracht und seine unverwechselbare Verwandtschaft mit ihrer brandneuen Show. Acht Berliner Artisten ergründen die Leichtigkeit des Sommers: Akrobaten, Komiker, Luftprinzessinnen, Balletttänzer und Jongleure bestechen das Publikum vor der einmaligen Kulisse des Putbuser Schlossparks mit einer unkonventionellen Varieté-Show unter freiem Himmel.

Mit dabei sind in diesem Jahr der französische Diabolo-Meister Gilles Le Leuch, der mit seinen Auftritten im Wintergarten-Varieté zusammen mit Max Raabe und dem Palastorchester bereits große Erfolge feierte, der ehemalige Solotänzer der Berliner Staatsoper Jörg Lucas mit einer eigenwillig komischen Parodie auf den berühmten Ballett-Klassiker „Schwanensee“ sowie die Luftartistin Caroline Schroeck mit ihrer sinnlich weißen Nummer am Trapez – eine kraftvolle, stille Luftmalerei.Unter der Leitung von Martin van Bracht hält die hochkarätig besetzte Gruppe wieder zahlreiche artistische und zwerchfell-erschütternde Überraschungen bereit: Rasante Jonglagen, atemberaubende Akrobatik-Darbietungen am Boden und in der Luft sowie die unvergesslichen Auftritte der Clowns – ein Showerlebnis Berliner Couleur, mal schrill, schräg und brüllend komisch, mal poetisch und versponnen.

Für den unverzichtbaren kulinarischen Genuss sorgt die frische Gastronomie des Gutshauses Krimvitz.

09. Mai 2008  - Galerie des Landkreises in Putbus - Hilke Dettmers (Hamburg), "Jedes Ding hat einen Namen", Malerei

Insel Rügen - Die aktuelle Ausstellung in der Galerie des Landkreises in Putbus ist auch an Pfingstsonntag und Pfingstmontag jeweils von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Gezeigt werden noch bis zum 31. Mai Werke der Malerin Hilke Dettmers unter dem Titel “Jedes Ding hat einen Namen”.

Die Künstlerin wurde 1969 in Oldenburg geboren und studierte an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Werner Büttner und Cosima von Bonin. Das Sujet der intensiven und zugleich subtilen Malerei von Hilke Dettmers ist das Interieur oder ein städtisches Umfeld, das wie ein solches aufgefasst wird. Absichtsvoll unprofessionell sammelt Hilke Dettmers auf ihren Reisen unscharfe Aufnahmen von Dingen und Zuständen ein, die sie anschließend malerisch bearbeitet. Dinge, die im Alltag übersehn werden, transformiert sie zu bildwürdigen Motiven ihrer Malerei.

Die Kunstwissenschaftler Nicole Büsing und Heiko Klaas konstatieren ihrem Werk eine “ambivalente Ästhetik der Zweideutigkeit” mit “atmosphärisch dichten Fixpunkten, die ihren Ausgangspunkt in ihrer unmittelbaren Umgebung haben. (…) Was dabei entsteht, ist aber immer nur eine ungefähre Nähe zwischen dem Objekt und seiner malerischen Darstellung.”

Zur Ausstellung erschien in der Reihe “Signifikante Signaturen” und herausgegeben von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung ein Katalogbuch zum Werk der Künstlerin mit einem Text von Kornelia Röder, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Staatlichen Museum Schwerin tätig ist.

21. April 2008  - Ausstellung Prora "Erinnerung bewahren"

17. April 2008  - Einladung zum Ausstellungsgespräch

28. Februar 2008  - Scandinavian Indie

Insel Rügen/Putbus - Die Galerie des Landkreises Rügen präsentiert in einer neuen Ausstellung vom 16. Februar bis 29. März 2008  “Vier unabhängige Positionen aktueller Kunst Skandinaviens” unter der Beteiligung  folgender Künstler:

Jesper Fabricius (Kopenhagen) – Collage, Künstlerbücher
Peter Johansson (Malmö) – Inszenierung, Fotodokumentation
Anders Kjellesvik (Oslo) – Videoinstallation
Michael Mørk (Kopenhagen) – Malerei

Jesper Fabricius, Filmemacher, Fotograf, Kunst-Verleger (www.space-poetry.dk) und Herausgeber des Kunstmagazins „Pist Protta“, das wohl einzigartig, nahezu ohne Text auskommt, wird in der aktuellen Ausstellung als Collagist vorgestellt. Seine Cut-outs werden regelmäßig in den „Kunsthaeften“ veröffentlicht. Trotz ihrer leichten Anstößigkeit erfahren sie permanente finanzielle Unterstützung durch den Staatlichen Dänischen Kunstrat. Seine Ausschnitte aus Pornomagazinen der siebziger Jahre entwickeln in der seriellen Verarbeitung eine unfreiwillige Komik. Unerfüllte Lust am Schauen sieht Dinge, die nicht zu sehen sind, das wohlgeordnete Muster der Ausschnitte formuliert im kleinen Format, die Kleinlichkeit der Moralvorstellungen und die bigotte Welt von Verbot und Freizügigkeit.

Der international vertretene Künstler Peter Johansson, ein Berserker der Schwedenfolklore, ist in der Ausstellung nur mit einer seiner vielen Seiten vorgestellt. Seine Inszenierung „Little Sweden“ ist eine grandiose Nestbeschmutzung. Politisch unkorrekt aber legitimiert durch Selbstironie, die seinem gesamten Schaffen eigen ist. Allein das Selbstportrait als durchgeknalltes Künstler-Genie auf dem Titel seines aktuellen Kataloges beweist es. Johansson bezweifelt alles, was ihm vor die Augen kommt, und eben auch, ob kahl geschorene Jungs per se böse sind. Mit fast väterlicher Attitüde lässt er diese durch die von ihm entworfene Szene tollen und meint doch nur, „die beißen nicht, die wollen nur spielen“. Auf diese Weise spielt er mit unseren Seherfahrungen und unseren Ängsten.

Michael Mørk -der Ästhet und Bildraum-Raumbildner, hat seine 70er-Jahre-Küche zerlegt und arbeitet sich an der Reparatur der Schubladen-Fronten und Türblenden ab. Das ist keine Farbfeldmalerei, das ist „Störfeldmalerei“, das sind schwer einzuordnende, dem Fehler hinterher hinkende Untersuchungsanordnungen, die konsequent durchgearbeitet werden. Dass der Plan nicht aufgeht, ist der Plan und wird vom Künstler treffend und widersprüchlich „Deeply superficial“ bezeichnet. Mørk treibt damit ein subtiles intellektuelles Spiel mit dem, was der Betrachter vielleicht nicht weiß, über den Kult um dänisches Design, über amerikanische Minimal-Art, oder über Concept-Painting.

Anders Kjellesvik, der jüngste hier vertretene Skandinavier, zeigt eine Video-Installation auf sieben Monitoren. Filme, wie flüchtig mit dem Handy gefilmt, Notizen aus dem Tagebuch eines modernen Nomaden, vergleichbar den Skizzen, mit denen sich Künstler seit Jahrhunderten auf ihr Werk vorbereiten. Die Szenen aus dem Leben eines jungen Menschen zeigen zwar
eindeutige Handlungen, sind aber kaum geographisch zu lokalisieren. Sie dokumentieren eher die Rastlosigkeit einer neuen Generation von globalisierten Weltenwechslern, die wie der Künstler selbst und selbstverständlich zwischen Oslo und Berlin, zwischen Paris und Sydney pendeln – „Spin Off (Seven Days)“ so der Titel der Installation. (Knut Hartwich)

Die Austellung ist geöffnet Dienstags bis Samstags 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

13. Februar 2008  - "TUSCULUM" Putbus schließt

Putbus - Am 18. Dezember 2007 fand im TUSCULUM ein Gespräch zwischen Heinz Nied und Till Jaich, dem Sohn des Vermieters, statt. Dieser sagte, nach seiner Auffassung bestehe ein Mietvertrag mit dem „Tusculum-Verein zur Förderung von Kultur e.V.“ bereits seit dem 31. Dezember 2006 nicht mehr. Dem Verein könne binnen 6 Wochen gekündigt werden, sobald ein Mieter gefunden werde, der eine weit höhere Jahresmiete zu zahlen bereit wäre. Heinz Nied, Vorsitzender des „Tusculum-Vereins“, bat Till Jaich, sein Ansinnen schriftlich an den Vorstand zu richten.

Daraufhin wurde in einem Brief vom 7. Januar 2008 die Bitte geäußert, unter anderem folgende „Änderungen bzw. Ergänzung“ des Mietvertrags durch Unterschrift zu bestätigen: „Der Vermieter hat das Recht, den Vertrag ohne das Vorliegen besonderer Gründe mit einer Frist von 4 Wochen zu kündigen“. - Für den gemeinnützigen Tusculum-Verein war dieses Ansinnen unannehmbar und der Vorstand teilte dies Till Jaich, der in Vertretung seines Vaters handelte, unverzüglich mit.  In dessen Brief vom 31. Januar 2008 sprach der Eigentümer des Anwesens Alleestraße 5, Ingo Jaich, nun persönlich die „Kündigung des Mietverhältnisses“ aus. Und zwar mit einer 8-Wochenfrist zum 31.03.2008 „hilfsweise zum nächstzulässigen Zeitpunkt“, wie er wörtlich formulierte.

Bisher überwies der Verein die Jahresmiete stets im Voraus. Seit 2007 besteht eine stillschweigende Mietverlängerung, zumal die Vermieterseite dem Fortbestand nie widersprochen hat. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch ist eine Kündigung zum 30. September 2008 möglich und jetzt wirksam. Das bedauert der Tusculum-Verein sehr, denn das bedeutet für ihn, dass er dann keine Bleibe mehr hat. Das „Tusculum“ steht dadurch nach fast acht Jahren in Putbus auf Rügen vor dem Aus.  Am 9. Februar 2004 wurde der gemeinnützige „Tusculum-Verein zur Förderung von Kultur e.V.“ gegründet. Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" in Artikel 2 ist in der Satzung formuliert und die "Philosophie der positiven Menschlichkeit und des achtungsvollen miteinander Umgehens". Diesem Wortlaut und Gedankengut fühlen sich die Gründungsmitglieder verpflichtet. Gleiches gilt für die im Lauf der letzten vier Jahre dazu gekommenen Mitglieder.

Hier eine Auswahl der einstimmig beschlossenen Aufgaben, die in der Vereinssatzung formuliert sind:

„Förderung von Kultur im weitesten Sinn, positiver Menschlichkeit und achtungsvollem miteinander Umgehen, der "Rü-Gen"-Idee von Heinz Nied, Förderung von Mares und der Bemühungen um die Erhaltung der "Sammlung Barbara und Heinz Nied, Wolf Hildebrandt (Hil) 1906-1999 - Ein Bauhäusler fand seinen eigenen Weg". Der Erhalt vom "TUSCULUM", der Veranstaltungs- und Begegnungsstätte, als Ort für Kunst, Kultur und zum Wohlfühlen für Menschen war ein weiteres Anliegen.

Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, die in im TUSCULUM stattfinden sollen.

Förderung der angestrebten Zusammenarbeit mit regionalen Kulturträgern - insbesondere auch mit Kultureinrichtungen anderer Staaten und/oder der Europäischen Union mit dem Schwerpunkt der benachbarten Staaten.“

Geht es weiter? Ja! Denn der „Tusculum-Verein“ bleibt bestehen und mit der Kündigung der Räume in der Alleestraße 5, gegenüber der Orangerie von Putbus, ist nur der Ort gekündigt. Vielleicht findet sich ein Interessent, der geeignete Räumlichkeiten hat, oder das TUSCULUM in seiner Gemeinde ansiedeln möchte. Dann könnte das einzige „Zimmertheater für Rezitation“ auf der Insel Rügen weiter bestehen.  Die Mitglieder vom „Tusculum-Verein zur Förderung von Kultur e.V.“ hoffen auf geeignete Angebote. Ansonsten verliert die Insel Rügen eine bei Bewohnern und Gästen seit Jahren beliebte Einrichtung. 

27. Januar 2008  - Aufgestiegen

Zum 1. Januar 2008 wurde Susanne Burmester in den Vorstand des Verbandes der Kunstmuseen und Kunstinsitutionen Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Als Galeristin und Vorstandsmitglied des Kunstvereins Rügen e. V. wird sie dort dort die Kunstinteressen des Bundeslandes vertreten. Unter dem Vorsitz von Dr. Merete Cobarg, der Leiterin der Kunstsammlungen Neubrandenburg und gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Prof. Kornelia von Berswordt-Wallrabe, Direktorin der Staatlichen Museen Schwerin, Miro Zahra, Leiterin des Künstlerhauses Schloss Plüschow, sowie Hubert Schwarz von Galerie Schwarz aus Greifswald übernimmt der Verband die Aufgabe, die Bedingungen für Kunst und Künstler in Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern.

In Verband der Kunstmuseen und Kunstinstitutionen sind derzeit 34 Museen, Institutionen und Galerien organisiert. Neben seinem kulturpolitischen Engagement gibt der Verband regelmäßig das überregionale Informationsfaltblatt “Kunst-Orte-Termine” heraus und stellt seine Mitglieder und ihre aktuellen Veranstaltungen auf der Website www.kunstorte-mv.de vor Die studierte Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Susanne Burmester, die auch Mitorganisatorin von Kunstfest Rügen ist, nimmt die Aufgabe gerne an, um die Netzwerksbildung im Bundesland zu stärken. Damit wehren sich professionelle Kunsteinrichtungen strategisch gegen den Abbau von kultureller Vielfalt und den finanziellen Druck auf professionell arbeitende Einrichtungen, die seit Jahren kontinuierlich das kulturelle Profil des Landes stärken.

Am 24. Januar war der Vorstand zu einer Informationsveranstaltung mit Obleuten des Ausschusses für Wissenschaft, Bildung und Kultur in Schwerin eingeladen. Vor Vertretern aller Fraktionen haben die Vorstandsmitglieder dort die Arbeit des Verbandes vorgestellt und aktuelle Fragestellungen mit den Ausschussmitgliedern diskutiert.