theater04.jpg thalassa.jpg badehaus.jpg 29.04.2001.jpg 23.05.2001b.jpg

informativ

aktuell

unabhängig

 

InnoCrea - Kreativagentur Putbus

Postkarten    Diskussions-Forum    Chat    Gästebuch    Kontakt    Putbus - News - Ticker

 

Skandalöses aus der Orangerie

Skandalöse Vorgänge in der Orangerie zu Putbus auf Rügen: Aus der seit 2000 gezeigten Sammlung Barbara und Heinz Nied „Ein ehemaliger Bauhäusler fand seinen eigenen Weg“, die mit 360 Arbeiten größte des Malers und Schriftstellers Wolf Hildebrandt (1906-1999), wurden mehrere Exponate entfernt - Stadt verweigert trotz Offener Briefe die Rückführung.

Im November letzten Jahres erfuhr Heinz Nied durch Zufall, dass aus der Sammlung, die seine Frau Barbara Nied und er seit Ostern 2000 für zunächst zehn Jahre der Stadt Putbus zur Verfügung stellten, 19 Exponate aus dem sogenannten .Hochzeitszimmer" entfernt wurden, Es handelte sich um Grafiken der Mappe „Hoffnung ist nicht Traum" des 1941 von den Nationalsozialisten mit Berufsverbot belegten Malers Wolf Hildebrandt, der seine Arbeiten mit Hil signierte und in Stettin geboren wurde.

Mit Bestürzung und Unverständnis reagierte Heinz Nied mit seinem Offenen Brief vom 12.11. 2002 an die Stadtvertreter, deren Vorsitzenden und Bürgermeister der „Kulturhauptstadt Rügens“ Putbus. Da 1993 auf Korsika - initiiert durch Anhänger von Le Pen - schon einmal Bilder des stets gegen jede Form von Gewalt und Krieg engagiert auftretenden Malers Hil auf Ablehnung stießen, steht in dem erwähnten Brief folgende Formulierung " ich hoffe sehr, dass die Herren im hiesigen Rathaus, die den Anstoß oder Anweisung zum Abhängen von Hils Arbeiten gaben, nicht in die Reihe solcher „Hil - Feinde" eingereiht werden.

Da sich das Ehepaar Nied in einer Vereinbarung verpflichtete, die kulturellen Ziele der Stadt Putbus zu unterstützen, gründeten sie mit ihrem TUSCULUM vis-á-vis der Orangerie, neben einer Galerie, ein Zimmertheater für Rezitation als kulturelle Begegnungsstätte, die inzwischen durch die Auftritte und Lesungen von Heinz Nied zu einem gern besuchten Kleinod auf Rügen wurde.

Über 5000 Besucher kamen bisher und viele besuchten auch die interessante Ausstellung in der Orangerie: „Ein ehemaliger Bauhäusler fand seinen eigenen Weg". Neben Holzschnitten, Zeichnungen. Lithographien, Aquarellen und Mappenwerken sind besonders die gestalteten Briefzeichnungen von Wolf Hildebrandt hervorzuheben, die zur Einmaligkeit der Sammlung beitragen. Hil, der in seiner Dessauer Zeit mit den führenden Meistem am Bauhaus arbeitete, verdankte besonders Oskar Schlemmer mit seinen gemeinsamen Bühnengestaltungen ein umfangreiches Wissen. Neben Engagements als Bühnenbildner in Stralsund, Rudolstadt, Greifswald und Rostock erwarb sich der 1999 verstorbene Maler hohe Anerkennung durch eigene Bühnenstücke. „Entwürfe für Morgen" und „Das Paradies ist das Labyrinth". Sein Ballett „Orpheus oder die Gewalt" erlebte 1975 in Mannheim die Welturaufführung.

Mit der wenig überzeugenden „Erklärung", es sei wiederholt ein Gegenstand des Standesamtes abhanden gekommen, begegnete der Putbusser Bürgermeister Harald Burwitz den berechtigten Fragen von Heinz Nied, der am 21. Dezember einen zweiten Offenen Brief schrieb, nachdem er feststellte, dass ingesamt 35 Exponate - darunter Postkarten, Plakate und Grafiken, die zum Verkauf standen - entfernt wurden, ohne vorherige Absprache. Insgesamt enthält der zweite Brief weitere 30 Punkte, die inzwischen zur Klärung immer noch offen stehen, da mehrmals schriftliche Vereinbarungen nicht eingehalten wurden.

Auch ein dritter Offener Brief vom 28. Dezember 2003 wurde nicht beantwortet. Nachdem der Aufforderung, bis zum 10. Januar die abgehängten Exponate wieder an Ort und Stelle zu bringen, nicht gefolgt wurde und auch die schriftliche Beantwortung und Stellungnahme zu den 30 Punkten unterblieb, entstand diese Pressemitteilung. - inzwischen liegen Heinz Nied mehrere Äußerungen zu diesem völlig unverständlichen Verhalten vor. Besonders bemerkenswert ist ein an den Bürgermeister gerichtetes Schreiben des Verlegers Andreas Ciesielski vom Scheunen-Verlag. Zitat " Hil gehört zu den verfolgten Künstlern des Naziregimes.

Ihn heute „abzuhängen" bedeutet, dem Urteil der damaligen deutschen Herrn zu folgen.........Gerade des achtungsvollen politischen Engagements HILs wegen, gerade wegen seiner geIebten Weltbürgerschaft in der Phase zur Vorbereitung des geeinten Europas" erschienen Bücher Hils und weiter ......„ich bin sicher, dass Sie inzwischen Ihre Entscheidung revidiert haben..."  Bisher geschah das nicht!

Heinz Nied, 18581 Putbus

Am 15. Januar 2002 fand im TUSCULUM in guter Atmosphäre ein gemeinsames Gespräch mit Bürgermeister Burwitz, dem stellvertrenden Bürgermeister Möller und den Vorstandsmitgliedern der Stadtvertretung Dr. Hans-Dieter Knapp und Andé Farin statt, mit dem Ziel, die anstehenden Probleme in angemesserner Form zu lösen. Bleibt zu wünschen, dass dies kurzfristig gelingt.

putbus.net wird an dieser Stelle weiter berichten!

18. Januar 2003

 

 

NEU: Auf unseren News/Aktuelles Seiten können Sie ab sofort für Ihre Firma werben. Superkonditionen im 1/4, 1/2 oder Ganzjahresabo. Rufen Sie uns an (038301 - 88181) oder senden Sie eine mail. Das Angebot ist begrenzt, da auf einer Seite jeweils nur eine d.h. "Ihre" Werbeanzeige erscheinen wird.