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Putbus im Zeichen der Festspiele

(pf) Eine starke Stimme in einer zierlichen Person. So präsentierte sich die junge Sopranistin Kristina Zmailaite anlässlich des Stundenkonzertes am Nachmittag am vergangenen Samstag in der Gaststätte Kormoran der Marina „Im Jaich in Lauterbach. Kristina Zmailaite hat ihr Studium an der Litauischen Musikakademie Vilnius mit so großem Erfolg abgeschlossen, dass sie ein Stipendium für ein Aufbaustudium an der Rostocker Hochschule erhielt. Die junge Sängerin, die bereits an der Litauischen Nationaloper und in Konzerten auftritt, studiert in der Gesangklasse von Prof. Wild und bot in der bewährten Begleitung von Prof. Marek Bobéth Lieder aus den Schumann Zyklen „Myrten“ und „Frauenliebe und -leben“ bis hin zu hervorragend vorgetragenen Arien aus „Adriana Lecouvreur“ (Cileà), „La Bohème“ und schließlich den Csardas der Rosalinde aus „Die Fledermaus“.

Nicht weniger überzeugend die gesangliche Leistung der jungen Altistin Sabra Sduntzig aus Deutschland im Nachmittagskonzert am 12.5. auf der Terrasse des Rosencafés. Sabra Sduntzig studiert Gesang bei Prof. Heidrun Franz-Vetter, die in Berlin und Rostock unterrichtet. Ihr Examen legte sie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ ab. Neben ihrer Konzerttätigkeit sang sie bereits verschiedene Opern- und Operettenpartien, u.a. im Apollosaal der Staatsoper und im Theater am Halleschen Ufer in Berlin. Im Januar 2001 wurde sie Preisträgerin beim Bundeswettbewerb „Verfemte Musik“. Sabra Sduntzig begeistere die zahlreichen Zuhörer und jungen Zaungäste im Rosengarten mit Arien aus „Carmen“, „Samson und Dalila“, „Xerxes“ und „Die Fledermaus“ sowie Chansons aus Kuba und dem Tango „Die große Straße“.

Einen unvergesslichen musikalischen Genuss erlebten die Besucher des Konzertes von Maestro Prof. Dr. Michael Grube, Quito/Ecuador, nachdem kurzfristig eine Programmänderung notwendig wurde, da der angekündigte Pianist Prof. Ivan Gil aus Kolumbien Putbus aus nicht bekannten Gründen nicht erreichte. Maestro Grube (Violine) stellte kurzerhand ein auf ihn zugeschnittenes Soloprogramm mit dem Titel „Juwelen aus der Violin-Literatur“ zusammen und zog bereits nach einem ersten Stück von Bach die Zuschauer in seinen Bann. Stiller hat man wohl den Theatersaal in Putbus noch nie erlebt. Unerreicht Grubes Interpretation von zwei Capricen für Violine solo (Nr.9 "Die Jagd" und Nr.13 ("Das Teufelslachen") von Niccolo Paganini. Selbst in den schwierigsten Teilen platzierte er die Töne akkurat und sauber. Beeindruckend und brilliant die technische Vollkommenheit seines Spiels auf einer Amati aus dem Jahr 1683. Sehr zu begrüssen, dass dieses Konzert in Putbus nicht einmalig bleiben wird und Prof. Grube bereits für das nächste Jahr sein erneutes konzertieren in Putbus zugesagt hat.

      

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14. Mai 2002

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