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TUSCULUM - Zimmertheater für Rezitation schon 1 Jahr : "alt"

Als zum Jahreswechsel 2001/2002 die ersten Rügener Bürger Sitzgelegenheiten, Tische und die guten Wünsche in das „TUSCULUM vis-á-vis der ORANGERIE" zur Alleestraße 5 in PUTBUS brachten, wussten Barbara und Heinz Nied nicht, ob und wie dieses Kleinod als Angebot in Rügens Kulturszene angenommen würde.

Dem „Literarischen Stuhlgang" - eine Idee des Rezitators Heinz Nied - folgten inzwischen dort einhundert ,,1o-.Minuten Lesungen - Texte um Sechs" während der Touristenzeit und über 40 Rezitationen aus dem umfangreichen Repertoire des ehemaligen Schauspielschülers von Hertha Genzmer, die schon 1960 Nieds Talent, mit der Stimme Szenen entstehen zu lassen, erkannte und ihm riet, nur als Rezitator aufzutreten.

Die Rezitation ist der künstlerische Vortrag eines literarischen Werks und aus diesem Grunde "firmiert" das TUSCULUM ab Dezember 2002 als "Zimmertheater für Rezitation". Heinz Nied plant in diesem Jahr eine Sprechschule zu eröffnen, um Ratschläge für die richtige Sprechweise (und Atemtechnik) an interessierte Lesende weiter zu geben oder eine Ausbildung zu ermöglichen.

Neben 3 Buchvorstellungen - hier besonders zu erwähnen die Biographie über die Wider-standskämpferin Helen Ernst von Hans Hübner - fanden die ersten Pommerschen Literaturtage im TUSCULUM statt, Birgit Schuster veranstaltete dort die Premiere von "Peter und der Wolf', Konrad-Jürgen Kleinicke gastierte mit Erich-Kästner-Texten und Szenen aus dem Kleinen Prinzen. -Der "Hausherr“ stellte "seinen“ Rainer Marie Rilke vor und veranstaltete 30 mal den „Jour fixe“ im TUSCULUM". Seine jeden Freitag um 19.45 Uhr auf dem Programm stehenden "Texte zum Schmunzeln und Lachen“ sind bei Einheimischen ebenso beliebt wie bei den Gästen der Insel.

Den Raum kann man für besondere Anlässe auch mieten und so beging Pfarrer OIav Metz sein 10-jähriges Jubiläum im TUSCULUM und ein "Geburtstagskjnd", das am 30. Jahrestag dort mit Freunden feierte und seiner "Frau fürs Leben" einen Heiratsantrag machte. Außerdem stellte das Ehepaar Nied dem Förderverein des Theaters Putbus e.V. ihre "Begegnungsstätte" für eine Veranstaltung mit Johannes Kirchberg "Halb so wild“ - zur Verfügung-

Barbara und Heinz Nied hoffen, dass ihr TUSCULUM such in das dritte Jahr kommen wird und vielleicht finden sich sogar Sponsoren, die finanziell oder wie auch immer "unter die Arme greifen" könnten. - Für die damit verbundene Werbung wäre dies sicher eine gute Voraussetzung, denn in die Alleestraße 5 kamen immerhin im ersten Jahr über 5000 Besucher, die - anstelle tagsüber Eintritt zur Besichtigung der angeschlossenen konstanten Ausstellung zahlen zu müssen - den obligatorischen Cent als Glücksbringer erhielten.

Der Eintritt für die Abendveranstaltungen beträgt 7 € und ermäßigt 5 €. Relativ wenig für einen bisher in keiner Weise finanziell unterstützten "Musentempel", der von einem Vortragskünstler geführt wird, der an der Kasse sitzt, die Beleuchtung bedient, zu Gesprächen zur Verfügung steht und der in seiner Interpretation Texte zu Gehör bringt, die einen besonderen Abend verheißen.

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putbus.net gratuliert herzlich zum Jubiläum und wünscht weiterhin viel Erfolg!

   12. Januar 2003

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