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Schülerinnen und Schüler gegen Krieg Zitat aus einem Postkartentext: „Lieber Heinz Nied, Deine Friedensrufe wurden gehört......!“ Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 8 a des Hansa - Gymnasiums in Stralsund schrieben Kurzgeschichten und Gedichte zum Thema „Krieg und Frieden“, nachdem sie Borcherts Prosastück „Die Küchenuhr“ mit ihrem Lehrer, Reinhard Zühlke, lasen und darüber diskutierten. Die Ergebnisse schickten sie an den Rezitator und hoffen, mit ihren Appellen ein größeres Auditorium zu erreichen. Eine Einladung dieser Klasse nach Stralsund hat Heinz Nied zum 18. Februar angenommen. Bereits in den 80-er Jahren gab es ein Pilotprojekt von ihm: „Lesungen in Schulen“, denen sich stets Gespräche und Diskussionen mit den jungen Zuhörern anschlossen. Diese Aktion wurde von Schulen und dem Ministerium für Kultur und Forschung unterstützt. Darüber hinaus plant Heinz Nied eine CD mit dem Titel „Texte gegen Gewalt von Wolfgang Borchert und Kurt Tucholsky“, die durchaus als Signal, von der Insel Rügen ausgehend, verstanden werden könnte. Hunderttausende kommen jährlich auf die größte und schönste Urlaubsinsel Deutschlands. Der Rezitator möchte mit der CD zusätzlich und auf seine Weise für die Insel werben: „Die hier lebenden Menschen lieben den Frieden und sind gegen Gewalt und Krieg. Dies ist in vielen Gesprächen zu erkennen gewesen und so entstand meine Idee, die bisher bei vielen Anklang fand.“ In diesem Zusammenhang sei an die Sammlung Barbara und Heinz Nied in der Putbusser Orangerie erinnert. Das Ehepaar gab 360 Exponate des gegen Gewalt schreibenden und zeichnenden Malers Wolf Hildebrandt (Hil: 1906-1999) für eine Dauerausstellung, die unter dem Motto „Ein Bauhäusler fand seinen eigenen Weg“ steht und noch bis 2010 dort gezeigt werden soll. Hier schließt sich der Kreis, denn dieser Wolf Hildebrandt hat Anfang 1993 eine Schulklasse aus Stralsund in sein damaliges Deidesheimer Atelier eingeladen. – Auch damals ist es der engagierte Lehrer Reinhard Zühlke gewesen, der die jungen Menschen begleitete, nachdem er die Verbindung zu Hil hergestellt hatte. Übrigens: An den nächsten Dienstagen, jeweils um 19.45 Uhr, liest der Rezitator Heinz Nied im TUSCULUM, Alleestraße 5, vis-à-vis der Orangerie von Putbus, Texte von Wolfgang Borchert. Diese Veranstaltungen werden sich wiederholen und widmen sich in erster Linie den Aussagen des Schriftstellers Wolfgang Borchert, der nach dem Zweiten Weltkrieg zur so genannten „verlorenen Generation“ zählte. Nied gilt seit Jahrzehnten auch als kongenialer Interpret von Tucholsky-Texten, die an diesen Abenden - zum Thema passend - ebenfalls zu Gehör gebracht werden.
30. Januar 2003
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