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B 7, Vier Ecken und Pomerania bleiben internationale Arbeitsfelder

Die Organisation der sieben großen Ostseeinseln B 7, die Kooperation der „Vier Ecken“ und die Kommunalgemeinschaft Pomerania werden auch künftig die Basis für die internationale Arbeit des Landkreises Rügen bilden. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Internationale Arbeit aus, der Vertreter aller Fraktionen des Kreistages, die Beigeordneten Rainer Feit und Dr. Ulrike Lucas sowie weitere Mitarbeiter der Kreisverwaltung angehören.

Auf ihrer letzten Beratung des Jahres 2004 zogen sie Bilanz über die Tätigkeit in den vergangenen Monaten. Konstatiert wurde u.a., dass die B7-Organisation durch das Rügener Präsidentschaftsjahr einen höheren Bekanntheitsgrad erhalten habe und nun sowohl das Land als auch die EU mehr Kenntnisse über die Arbeit, die Probleme und die Ziele der sieben großen Ostseeinseln Rügen, Bornholm (Dänemark), Aland (Finnland), Saaremaa und Hiiumaa (Estland), Gotland und Öland (Schweden) hätten. Eine wichtige Voraussetzung für mehr Unterstützung und eine bessere Nutzung der Strukturfonds. Mit Dr. Alfons Kindermann und Dr. Alfred Gomolka haben 2004 zudem zwei EU-Politiker an B7-Veranstaltungen auf Rügen teilgenommen - am B7-Tag im März am Kap Arkona und an der Internationalen Tourismusfachtagung im Sommer auf der Insel Vilm. Gerade die persönlichen Begegnungen und Gespräche haben dazu geführt, B7 in Brüssel verstärkt ins Blickfeld zu rücken. Sehr positiv sind auch die zahlreichen anderen Veranstaltungen, wie beispielsweise das B7-Jugendcamp, die Ausstellungen und Konzerte, bei den Rüganern angekommen.

Die „Vier Ecken“-Kooperation, zu der neben Rügen, die Insel Bornholm, die polnische Stadt Swinoujscie und die südschwedische Region Skane gehören, hat mit Traditionsveranstaltungen erneut für regen Zuspruch gesorgt, so zum Beispiel mit der „Vier Ecken“-Segelregatta, der „Vier Ecken“ - Radtour und den internationalen Kulturwochen mit diversen Konzerten und Ausstellungen. Ein Highlight in diesem Jahr war die Gründung des internationalen Jugendparlaments. Initiatoren und Gastgeber waren Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums Bergen. In diesem Gremium wollen die jungen Leute miteinander ins Gespräch kommen, die jeweils anderen Regionen mit ihren Menschen, ihren Vorzügen und Problemen kennen lernen und vor allem auch mit Politikern über ihre Vorstellungen und Ziele reden. Bezüglich der künftigen Zusammenarbeit war die Aufmerksamkeit der „Vier Ecken“ – Partner vor allem auf die Umsetzung des EU-Förderprogramms Interreg IIIB gerichtet, das verschiedene Projekte in den Bereichen Tourismus, Kultur, Raumplanung und Jugend zum Inhalt hat. Seit Oktober gibt es einen unbefristeten Partnerschaftsvertrag.

Weniger zufrieden war man mit der Arbeit in der Kommunalgemeinschaft Pomerania. Zu schwerfällig ist die Umsetzung strategischer Konzepte. Bemängelt wurde auch, dass die ursprüngliche regionale Identität Pommerns mit der Euroregion Pomerania in ihrer jetzigen Größe verwässert wird. Die Region reicht von Südschweden über Vorpommern, Szczecin, Westpommern und brandenburgische Kommunen bis an die Stadtgrenze Berlins. Diese Kritikpunkte wollen die Rügener Vertreter demnächst ansprechen.

    17. Dezember 2004

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