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Ein Bluesfest der Superlative.......

Es ist fast kaum zu glauben, was die Macher der Theaterklause "Make ab" in Putbus und Betreiber der Remise im Marstall Putbus, Thorsten und Monika, auf die Beine zu stellen vermögen. Blues im Marstall war als Schlussveranstaltung des Sommerfestivals 2002 angekündigt. Und es wurde ein Bluesfest der Superlative, wie es der Marstall Putbus in seinen alten Gemäuern wohl noch nicht erlebt hat. Und viele, viele Bluesliebhaber kamen und erlebten den Blues. Den Anfang machten „BLUESRAUSCH u.CO“ aus Stralsund. Ein Urgestein des Blues, Steffen Rausch am Piano und mit unverwechselbarer Stimme, groß, schwer und gewaltig. Er und seine Musiker leben den Blues auf der Bühne, den sie auf ehrliche Art, rein und sauber interpretiert den Zuhörern rüber bringen. Eine Klasse für sich, die auch bereits über unsere regionalen Grenzen hinaus aufhorchen ließ!

Das ultimative Bluesduo „PRINZ OF HARP“ (Andreas „Prinz“ Teuber Mundharmonika./Akkordeon/Vocal und Frank Käppner Gitarre/Vocal) sind seit Anfang der Neunziger zusammen unterwegs und seither von den großen und kleinen Bühnen kaum wegzudenken. Die neue CD stand am heutigen abend im Vordergrund des Auftritts. Und der erfolgte mit einer sechsköpfigen Musikerformation, die bereits nach wenigen Takten das Bluesvolk "im Griff" hatte" und zu begeistern wußte. Verstärkt wurde das Duo durch Musiker von Engerling, Bajazzo u.a. Neben dem mehr als gekonnt gespielten Mundharmonikasolis begeisterte insbesondere der stimmgewaltige Part von Frank Käppner, der hinsichtlich seines gesanglichen Ausdruckes den Vergleich mit Steve Winwood absolut nicht zu scheuen braucht.   Ihr eigener Spass an der Musik ging auf das Publikum über, das Prince of Harp nicht ohne Zugabe von der Bühne entließ.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends kündigte sich dann mit JANINE SMITH aus New York City an, die mit Bühnenpower und viel Soul in ihrer Stimme faszinierte. Begleitet wurde die Sängerin von VODOO CHILD, einer Band, wie sie nur selten zu hören ist. Jeder der vier Musiker ein Solist auf seinem Instrument, jeder einzelne Musiker hat sein Instrument begriffen. Blues , Funk, Jazz und Soul, keine Stilrichtung, die den Musikern nicht geläufig wäre,  der legendäre Sound der Hammond B3, ein Organist der mich mit seinem Spiel stark an Brian Auger erinnerte, eine Sologitarre mit faszinierenden explosiven Soloeinlagen, eine kompakt groovende Rhythmsection und ein Bassist, der musikalisch und technisch perfekt sein Instrument beherrschte.  Die Vorankündigung zum Konzert bewahrheitete sich: JANINE SMITH und VOODOO CHILD, eine eigenständige Synthese aus Blues, Funk, Soul und Jazz.

EAST BLUES EXPERIENCE oblag der letzte Part des Abends, besser des Sonntag morgens. So begrüßte Peter „Jimi“ Schmidt, die noch immer stark präsente Bluesgemeinde mit einem herzlichen "Guten Morgen". East Blues Experience gehören zu den Topacts in der deutschen Blueslandschaft. Das die Ausnahmemusiker (Jäcki Reznicek b/voc, Ronny Dehn dr) um den genialen Sänger, Gitarristen und Komponisten Peter „Jimi“ Schmidt internationale Klasse besitzen, wird nicht nur von vielen großen Könnern dieser Welt sehr gern und immer wieder auf's Neue bestätigt, sondern ein weiteres mal im Marstall Putbus von der Band eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Endlos ist die Liste der Kollegen, mit denen sich die Musiker bereits die Bühne teilten oder als Backing Band am Start waren - Luther Allison - John Mayall - Luisiana Red - Canned Heat - Carey Bell - Molly Hatchet - Peter Green u.v.a. EAST BLUES EXPERIENCE, eine grandiose Band mit brillanten Musikern, die extrem innovativ zur Sache gehen und wissen WARUM sie auf der Bühne stehen.

Ein Bluesfestival der Superlative durften die Zuhörer erleben. Eine passende, mit hohem Qualitätsanspruch ausgestattete Schlussveranstaltung des Sommerfestivals 2002 leistete für die Stadt Putbus und den Marstall eine nicht zu unterschätzende Promotion - auch international, erinnert man sich noch an den Auftritt von Moana and the Tribe (Neuseeland). Vor dem Hintergrund der derzeitigen Beratungen über die Nutzung und Betreibung des Marstalls sicher eine hervorragende Hilfestellung und eine mehr als gute Referenz. Das künftige Konzept von Thorsten Langer verdient eine Chance - für die Kulturhauptstadt Putbus auf der Insel Rügen, für den Marstall.      

Zur künftigen Nutzung des Marstalls können Sie sich an einer Umfrage von putbus.net beteiligen. Klicken Sie hier.......

Fotos vom 21./22. September 2002

foto © by gerhard reese

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  22. September 2002

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