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Gespräche über Gefahrenabwehr und Selbstschutz in Kommunen Bergen - Wenn plötzlich und unerwartet längere Zeit der Strom ausfällt, was ist dann von wem zu organisieren? Wer ist für eine funktionierende Hilfe ausgebildet? Wer führt, koordiniert und legt Einsatzschwerpunkte fest? Wer erarbeitet erforderliche Planungsdokumente? Diese und andere Fragen standen kürzlich im Mittelpunkt einer Beratung in der Gemeindeverwaltung Binz. Gekommen waren die Mitglieder einer Arbeitsgruppe, die sich im Zuge des Katastrophenschutzes seit mehr als einem Jahr mit der Problematik „Stromausfall“ befassen. Der AG gehören Mitarbeiter der Kreisverwaltung und des E.DIS Regionalzentrums Bergen an. „Durch Extremwetterlagen, durch Sturmflut oder Sturmhochwasser kann die Stromversorgung beispielsweise über längere Zeit erheblich beeinträchtigt werden“, meinte Günther Schäl, Chef der Arbeitsgruppe und Ordnungsamtsleiter beim Landkreis. In solchen Situationen komme der Organisation der örtlichen Gefahrenabwehr und vor allem dem Selbstschutz der Bevölkerung besondere Bedeutung zu. In Gesprächen, wie dem in Binz, wolle man auf diese Problematik aufmerksam machen. Festgestellt wurde, dass die öffentliche Meinung „Das kann uns nicht passieren!“ nach wie vor sehr ausgeprägt ist. Bei einigen Anwesenden wurden Erinnerungen an die Schneekatastrophe des Winters 1978/ 79 wach. Damals waren viele tausend NVA-Angehörige mit ihrer Technik tagelang im Einsatz, um zumindest die Grundversorgung der Bevölkerung sicher zu stellen. Auf ein solch gewaltiges Hilfepotenzial könnte man heute in einer extremen Situation nicht mehr zugreifen. Die Verwaltungen, das wurde deutlich, stünden dann vor einer großen Herausforderung. Letztendlich aber müssten die Aufgaben der Gefahrenabwehr und des Selbstschutzes der Bevölkerung trotz angespannter finanzieller Situation gelöst werden. Auch wenn nach Eintritt eines Schadenereignisses viele freiwillige Helfer zur Verfügung stehen, so sind im Vorfeld dennoch die Zuständigkeiten und etliche Details „stabsmäßig“ zu klären. Günther Schäl verwies darauf, dass der Landkreis bereits eine Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt“ an alle Haushalte verteilt habe und im Internet unter www.landkreis-ruegen.de Verhaltensempfehlungen gegeben werden. Mit den Kommunen wolle man weiter ins Gespräch kommen und im Kontakt bleiben.
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