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Delegation der Luftwaffe besuchte Landkreis Rügen

Bergen - Anlässlich des 50. Jahrestages der Bundeswehr besuchte eine Delegation der Luftwaffe, Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“ Rostock-Laage, unter Leitung von Major Michael Gratis in dieser Woche den Landkreis Rügen.

Die erste Station war das mittelständische Unternehmen der Unternehmensgruppe Rohloff/ Werk in Bergen.

Im Feuerwehrzentrum Erich Tiedt in Bergen interessierten sich die Bundeswehrangehörigen dann vor allem für die Organisation des Katastrophenschutzes, des Rettungsdienstes und des Brandschutzes. Die entsprechenden Informationen vermittelte der zuständige Leiter des Kreisordnungsamtes, Günther Schäl, gemeinsam mit Mitarbeitern in einer gesonderten Präsentation. Anerkennende Worte fanden die Bundeswehrangehörigen für die Tatsache, dass sich - bis auf den Rettungsdienst - Bürger des Landkreises fast ausschließlich ehrenamtlich in diesen gesellschaftlichen Bereich einbringen. Beeindruckt waren die Besucher ebenfalls von der Tatsache, dass bei schweren Verkehrsunfällen, wie auch bei dem am vergangenen Wochenende mit vier Toten, ehrenamtliche Feuerwehrkameraden im Einsatz sind.

Oberstleutnant Peter Spieß, Leiter des Verbindungskommandos 871 – Strelasund-Kaserne und zur Zeit Leiter der Auswertegruppe im Landeskommando Schwerin MV, steht gegenwärtig einem Projekt über die Neugestaltung der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit der Bundeswehr mit Landkreisen und kreisfreien Städten vor. Er verwies auf die beispielhafte Zusammenarbeit von Bundeswehr und Landkreis Rügen. Dieses erfolgreiche gemeinsame Wirken soll bei der im Herbst 2005 stattfindenden Katastrophenschutzübung des Havariekommandos Küste im Fährhafen Sassnitz-Mukran demonstriert werden. Günther Schäl lobte die aktive Unterstützung bei der Ausbildung des Katastrophenschutzstabes durch die Bundeswehr.

Nach einer Stippvisite in der integrierten Rettungsleitstelle lernten die Bundeswehrangehörigen Rügen auch von anderer Seite kennen: Die Fahrt ging weiter nach Ralswiek, wo die Gäste die einzigartige Bühne und Kulisse der Störtebeker-Festspiele in Augenschein nahmen und von Intendant Peter Hick sowie Ralswieks Bürgermeister Herbert Knüppel interessante Informationen erhielten.

Anschließend stand ein Abstecher zur Bunkeranlage am Kap Arkona auf dem Programm. Hier wurden die Gäste durch die Marinekameradschaft Bug e.V. begrüßt. Der Tag endete im Baaber Hotel „Strandpavillon“, wo Inhaber Peter Maurer sein Unternehmen, einschließlich der hervorragenden Küche, vorstellte. Am zweiten Besuchstag stand die Museumsmeile Prora, und hier insbesondere die Führung durch das NVA-Museum im Vordergrund.

Projektoffizier Christian Westendorf schätzte abschließend ein, dass die Zusammenarbeit von Bundeswehr, Wirtschaft und Politik sehr gut sei und alle Seiten in engem Kontakt bleiben wollen.

   11. Juni 2005

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