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Pockenimpfung erfolgreich geübt Das war am vergangenen Sonnabend die Ausgangssituation für eine groß angelegte Katastrophenschutzübung. „Wir dürfen die Augen vor potenziellen Gefahren, die beispielsweise durch bioterroristische Angriffe hervorgerufen werden können, nicht verschließen. Im Stab haben wir uns deshalb mit diesem Szenario beschäftigt und wollen nun bei einer Übung prüfen, wie gut wir auf solche Ausnahmesituationen vorbereitet sind“, erklärte der stellvertretende Landrat und Leiter des Katastrophenschutzstabes, Rainer Feit, den Hintergrund der Aktion. Auf dem Gelände der Göhrener Schule „Tom Beyer“ wurde schnellstens ein Impfstandort mit allem, was dazu gehört, eingerichtet. Im Ernstfall ist dies einer von sieben auf der ganzen Insel. Hinzu kommen würden dann noch Bergen, Sassnitz, Putbus, Binz, Altenkirchen und Gingst sowie zwei mobile Impfstellen, die zu jenen Menschen nach Hause fahren, die allein die Strecke zum nächstgelegen Impfstandort nicht bewältigen können. Rund 100 Mädchen und Jungen der Göhrener Schule „spielten“ die Impflinge. Nach der Registratur, dem Ausfüllen eines Fragebogens und in manchen Fällen einer ärztlichen Untersuchung im Schulgebäude ging es hinüber in die Turnhalle. Dort wartete schon das medizinische Personal, in diesem Fall Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung. Vier Personen waren im ständigen Einsatz an einem der zehn vorbereiteten Tische. Desinfektion – Impfung – Wunde abkleben – abschließende Registrierung und schon hieß es „Der nächste bitte!“.
Der Katastrophenschutzstab geht davon aus, dass im Ernstfall bis zu 150.000 Menschen - Rüganer plus Gäste - innerhalb von fünf Tagen geimpft werden müssen. Rund um die Uhr wäre man also im Einsatz. Am Sonnabend konnten sich die Schülerinnen und Schüler gegen Mittag auf den Weg nach Hause machen. Sie hatten ihren Part gemeistert. Das durften auch die rund 200 Einsatzkräfte und Helfer für sich in Anspruch nehmen. Das medizinische Fachpersonal, der Führungsstab der Katastrophenschutzleitung, Kräfte der Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises mit Feuerwehren, DRK und Johanniter Unfallhilfe, der THW-Ortsverband Bergen, Polizei und Behörden des Landkreises, Lehrer und Personal der Göhrener Schule, Mitarbeiter des Amtes Mönchgut-Granitz und der Gemeinde Ostseebad Göhren hatten bewiesen, dass sie gemeinsam eine besondere Situation schnell meistern können.
„Im großen und ganzen können wir mit dem Ablauf sehr zufrieden sein. Natürlich gab es auch ein paar Schwachstellen. So wären beispielsweise noch mehr Helfer sowie eine genauere Ausschilderung und Wegeführung zu und an den einzelnen Stationen erforderlich gewesen. Diese und andere Erkenntnisse werden wir bei künftigen Überlegungen berücksichtigen. Dazu sind Übungen schließlich auch da“, meinte Rainer Feit abschließend.
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